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Unterallgäuer Landrat beklagt zu wenig Personal für Tierschutz

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Unterallgäuer Landrat beklagt zu wenig Personal beim Tierschutz

Zu wenig Personal vom Freistaat für den Tierschutz – das beklagt der Unterallgäuer Landrat Hans-Joachim Weirather. Besonders nach dem Tierschutz-Skandal in Bad Grönenbach sei die Arbeitsbelastung gestiegen. Er fordert Konsequenzen.

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Wieviel Personal muss in den bayerischen Veterinärämtern beschäftigt werden, damit landwirtschaftliche Betriebe umfassend überprüft werden können? Diese Frage stellt sich nicht erst seit dem Tierschutz-Skandal in Bad Grönenbach. Der Unterallgäuer Landrat Hans-Joachim Weirather (FW) beklagt, dass es zu wenig Unterstützung vom Freistaat für die Landratsämter gibt.

Weirather: "Sind in eklatanter Weise unterbesetzt"

Durch den Tierschutz-Skandal habe sich im Unterallgäu die Arbeitsbelastung beim Veterinäramt weiter verschärft, schreibt Weirather in einem Brief an Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW). Dennoch werde es laut Landratsamt vom Freistaat nicht mehr als eine zusätzliche Arbeitskraft geben.

"Die Unterstützung, die wir erfahren, ist nicht nur völlig unzureichend, sie ist eine Farce", wird Weirather in einer Mitteilung des Landratsamtes zitiert. "Wir sind in eklatanter Weise unterbesetzt und können mit dem vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellten Personal unserem gesetzlichen Auftrag nicht mehr nachkommen."

Fünf Tierärzte für 134.000 Rinder

Derzeit würden im Veterinäramt Unterallgäu fünfeinhalb Amtstierärzte beschäftigt. Miteingerechnet ist dabei bereits eine neue Amtstierärztin, die diese Woche ihre Arbeit aufnimmt. Diese müssten sich um über 1.500 Rinderhalter mit mehr als 134.000 Tieren und etwa 100 Schweinehalter mit rund 27.000 Tieren kümmern. Dazu kommen weitere Aufgaben wie die Tierseuchenbekämpfung, die Überwachung der Lebensmittelsicherheit und etwa die Arzneimittelüberwachung.

Weirather fordert Überprüfung des Personalbedarfs

Im Landkreis Unterallgäu stellt die Aufarbeitung des Tierskandals in drei Großbetrieben in Bad Grönenbach, gegen die die Memminger Staatsanwaltschaft ermittelt, eine zusätzliche Belastung dar. Weirather fordert nun, den tatsächlichen Personalbedarf der Veterinärämter zu ermitteln und entsprechend abzudecken.

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Durch den Tiersschutz-Skandal von Bad Grönenbach habe sich die Arbeitsbelastung beim Veterinäramt verschärft. Dennoch werde es laut Umweltminister Glauber (FW) nur eine zusätzliche Arbeitskraft geben, kritisiert Landrat Hans-Joachim Weirather.