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Universität Würzburg: Weitere Professur für Krebsforschung | BR24

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An der Uniklinik Würzburg gibt es eine neue Stiftungsprofessur. Der Onkologe Martin Kortüm erforscht neue Therapien für das "multiple Myelom", eine bösartige Blutkrebserkrankung.

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Universität Würzburg: Weitere Professur für Krebsforschung

Menschen, die unter der bösartigen Blutkrebserkrankung Multiples Myelom leiden, können bisher nicht geheilt werden. Eine neue Professur an der Universität Würzburg soll ab Januar die Forschung nach Therapiemöglichkeiten für Patienten vorantreiben.

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Die Universität Würzburg hat eine neue Stiftungsprofessur zur Krebsforschung eingerichtet. Inhaber der Professur ist Internist und Hämato-Onkologe Martin Kortüm. Ab Januar 2020 erforscht der Arzt Therapiemöglichkeiten für das Multiple Myelom. Das ist eine seltene bösartige Blutkrebserkrankung, die bisher nicht geheilt werden kann. Die Professur ist auf fünf Jahre angelegt. 2,5 Millionen Euro stellt das nordrhein-westfälische Pharmaunternehmen Janssen dafür über den Stifterverband für die deutsche Wissenschaft zur Verfügung.

Jährlich 700 bis 800 Myelom-Patienten

Biologen und Mediziner der Uniklinik Würzburg forschen intensiv an unterschiedlichen Krebs-Arten. Das Multiple Myelom ist bereits ein wissenschaftlicher und klinischer Schwerpunkt an der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Würzburg. Jährlich werden dort zwischen 700 und 800 Patienten mit der Blutkrebserkrankung behandelt. "Wir wollen mehr lernen über den genetischen Hintergrund der Erkrankung, um die Therapie für den einzelnen Patienten sicherer und wirksamer zu machen", sagt Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik II und Vizepräsident der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Inhaber der neuen Professur Kortüm forscht schon seit einigen Jahren an der Krankheit, die bis zum Jahr 2000 nur sehr schwierig zu behandeln war. "Das Ziel ist, eine optimale Diagnostik bereitzustellen und daraus Fragen abzuleiten und Antworten zu finden, die letztlich die Behandlung für Myelom-Patienten voranbringt", sagt Kortüm. Er leitet klinische Studien zur Immuntherapie und ist seit 2017 Forschungsgruppenleiter und Oberarzt an der Medizinischen Klinik II. Kortüms Forschung hat bisher dazu geführt, eine personalisierte Myelom-Diagnostik und individualisierte Therapiekonzepte an der Uniklinik Würzburg zu etablieren.