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Alles zur Maskenpflicht

Uniklinikum Augsburg: Keine Besuche mehr erlaubt | BR24

© BR/René Kirsch

Uniklinik Augsburg für Besucher gesperrt

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Uniklinikum Augsburg: Keine Besuche mehr erlaubt

Der Coronavirus ist besonders für ältere und kranke Menschen gefährlich. An der Uniklinik Augsburg gilt daher schon seit Tagen "erhöhte Alarmbereitschaft". Jetzt macht das Klinikum für Besucher dicht. Ausnahme: Besuche von Schwerkranken.

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"Zum Schutz unserer Patienten sind derzeit keine Besuche erlaubt" – so steht es auf gleich mehreren großen Plakaten im Eingangsbereich des Klinikums. Galt bis Anfang der Woche noch die Bitte, dass pro Patient nur ein Besucher am Tag kommen soll, macht das Klinikum jetzt für Besucher dicht. Die Besucherzahl sei zwar schon über das Wochenende drastisch gesunken, man halte diese Maßnahme aber für notwendig, um die Patienten zu schützen, sagt Chefarzt Michael Beyer.

Ausnahmen für schwer kranke Patienten

Das Verbot gilt nicht für die Besucher von Schwerkranken, etwa Palliativ- oder Tumor-Patienten. Hier wird aber um telefonische Anmeldung gebeten.

Chefarzt ist stolz auf das Personal

Der Chefarzt der Uniklinik ist stolz auf das Personal: "Man merkt, wie sich die Reihen schließen. Das habe ich so noch nicht gesehen, egal aus welcher Berufsgruppe hier im Haus. Das ist etwas, was einem warm ums Herz macht. Der Schulterschluss tut gut", sagt Michael Beyer.

Ärger über Geschäftemacherei

Was dem Mediziner die Zornesröte ins Gesicht treibt, ist die Geschäftemacherei mit medizinisch-notwendiger Ausrüstung. Hygiene- und Desinfektionsmittel seien derzeit zwar noch zu bekommen – besonders Mundschutz-Masken seien aber mittlerweile zum reinen Spekulationsobjekt geworden: "Die Preise – also ich kann ein Beispiel nennen für diese FFP3-Masken. Die kosten normalerweise 40 Cent. Wir haben sie jetzt für sechs Euro angeboten bekommen, wissen aber, dass sie auch schon für zwölf Euro angeboten werden. Das sind halt die Krisengewinnler", sagt Beyer.

Arzt ruft zur Gelassenheit auf

Aktuell werden im Uniklinikum sieben Corona-Patienten behandelt – 1700 Betten hat das Haus. Der Chefarzt ruft daher zur Gelassenheit auf: "Die Pandemie kommt – sie flaut aber auch sehr schnell wieder ab", so Michael Beyer.

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Mittags in Schwaben

Von
  • René Kirsch
  • Alexander Brutscher
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