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Uniklinik Würzburg startet Corona-Studie | BR24

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Eine neue Studie an der Uniklinik Würzburg soll Aufschluss darüber geben, wie stark das Coronavirus tatsächlich in der Stadt verbreitet ist. Vor allem die Probanden versprechen ideale Bedingungen für die Untersuchungen.

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Uniklinik Würzburg startet Corona-Studie

Eine neue Studie an der Uniklinik Würzburg soll Aufschluss darüber geben, wie stark das Coronavirus tatsächlich in der Stadt verbreitet ist. Vor allem die Probanden versprechen ideale Bedingungen für die Untersuchungen.

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Von
  • Alisa Wienand

Wie hoch ist die Dunkelziffer? Wie verändert sich der Antikörperstatus im Blut? Wer ist bereits immun? Bisher bleiben viele Fragen rund um das Coronavirus unbeantwortet. In einer neuen Studie will die Uniklinik Würzburg der tatsächlichen Verbreitung des Coronavirus auf den Grund gehen. Die Probanden sollen zwei Jahre lang auf Covid-Infektionen und auf Antikörper getestet werden. Auch die Frage danach, wie sich die Corona-Pandemie auf Körper, Geist und Seele auswirkt, soll in dem Programm beantwortet werden.

Probanden repräsentieren Würzburger Bevölkerung

Das Besondere an der Studie ist, dass es sich bei den Probanden um Teilnehmer der Herzinsuffizienz-Studie Staab handelt. Seit sieben Jahren untersuchen das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) und das Institut für Klinische Epidemologie und Biometrie (IKE-K) die Vorstufen einer Herzinsuffizienz an 5.000 Würzburgern. Die Probanden sind zwischen 30 und 79 Jahre alt und wurden mithilfe der Stadt Würzburg ausgewählt. Oberarzt am DZHI Stefan Störk sagt, dass die Gruppe die Würzburger Bevölkerung repräsentiere.

Studie soll Corona-Verbreitung in Würzburg abbilden

Die Teilnehmer seien schon umfassend untersucht und charakterisiert. Es gebe bereits ein komplettes Profil, das auch Risikofaktoren und bereits bestehende Erkrankungen abdeckt. "Diese Informationen reichern den Datensatz an, den wir für die Corona-Studie erheben", sagt Stefan Störk. Deshalb sei die Gruppe ideal, um die Verbreitung des Coronavirus in Würzburg abzubilden. Außerdem könne so geprüft werden, ob einzelne Risikofaktoren eine Covid-Infektion begünstigen und wie sie sich auf einen Krankheitsverlauf auswirken.

Erste Ergebnisse im September erwartet

Die erste Untersuchungswelle der Corona-Studie soll bis Mitte September abgeschlossen sein. Direkt danach erwartet Stefan Störk erste Ergebnisse. Bis dahin sollen alle Teilnehmer einen Fragebogen ausfüllen, eine Blutprobe und einen Rachenabstrich abgeben. Die Studie ist auf zwei Jahre angelegt. Die Untersuchungen werden nach sechs, zwölf und 24 Monaten wiederholt. So könne man feststellen, wie sich die Krankheitsdynamik in der Bevölkerung über den Zeitraum hinweg entwickelt, sagt Störk.

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