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Die Erlanger Forscher testen bei COVID Kids Bavaria in den Wahlkreisen Erlangen, Bamberg, Bayreuth, Hof, Fürth, Nürnberg Nord und Süd sowie Roth.

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    Uniklinik Erlangen sucht und testet Kinder für Corona-Studie

    Die Uniklinik Erlangen beteiligt sich an der bayernweiten Studie "COVID Kids Bavaria", um herauszufinden, wie Kinder zur Ausbreitung des Corona-Virus beitragen. Grundschulen und Kindertagesstätten können sich noch melden, um mitzumachen.

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    Von
    • Inga Pflug

    "Covid Kids Bavaria" ist eine bayernweite Studie, die wissenschaftlich untersucht, welche Rolle Kinderbetreuungsstätten bei der Verbreitung des neuartigen Corona-Virus haben. Das Klinikum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) beteiligt sich an der Studie und sucht noch nach Grundschulen und Kindertagesstätten, die an der Erhebung teilnehmen wollen, teilt die Uni mit.

    Testreihen in Franken ab Mitte Oktober

    Die Testungen sollen Mitte Oktober starten. Die Forschungsgruppe aus Erlangen sei für die Probenentnahme in den acht Bundestagswahlkreisen Erlangen, Bamberg, Bayreuth, Hof, Fürth, Nürnberg-Nord, Nürnberg-Süd und Roth zuständig, heißt es in der Mitteilung. An drei Erhebungszeitpunkten sollen demnach bis Anfang 2021 bis zu 2.000 Abstriche gesammelt werden.

    Ergebnisse entscheidend für weiteres Vorgehen

    "Natürlich sind die Abstriche freiwillig – Elternbeiräte, Erzieher und natürlich auch die Eltern und die Kinder selbst müssen zustimmen“, erklärt Antje Neubert, Leiterin der Zentrale für Klinische Studien in der Kinderklinik. Sie betont, dass die Studie einen Beitrag zur dauerhaften Öffnung der Schulen und Kitas leisten kann.

    "Der Status quo der Öffnungen kann nur erhalten bleiben, wenn wir auch wissenschaftlich begründen können, dass das jetzige Prozedere tatsächlich unproblematisch ist." Antje Neubert, Leiterin der Zentrale für Klinische Studien in der Kinderklinik

    Die flächendeckende Studie "Covid Kids Bavaria" untersucht unter anderem die Rolle von Kinderbetreuungsstätten bei der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus und den Einfluss der Covid-19-Pandemie auf die Kindergesundheit.

    Mehr als 12.000 Proben im Freistaat

    Forschungsteams an den sechs bayerischen Uni-Kliniken begleiten dazu die Öffnung von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen wissenschaftlich. Den Angaben zufolge werden dazu in ganz Bayern insgesamt mehr als 12.000 Atemwegsproben genommen. Zusätzlich werden bei der Studie mithilfe von Fragebögen auch psychosoziale Faktoren erhoben, etwa ob geplante Arztbesuche aus Sorge vor einer Ansteckung abgesagt wurden oder ob das Kind Probleme mit dem Mund-Nasen-Schutz hatte.

    Studienteilnehmer gesucht

    Grundschulen und Kindertagesstätten im Zuständigkeitsbereich der Uniklinik Erlangen, die Interesse an einer Studienteilnahme haben, können sich direkt an die Zentrale für Klinische Studien in der Kinderklinik wenden. Insbesondere im Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen würden noch Freiwillige gesucht, sagte ein Mitarbeiter dem Bayerischen Rundfunk auf Nachfrage.

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