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Uni Würzburg: Neue Corona-Tracing-App wird getestet | BR24

© Wolfgang Siebenbürger/BR-Mainfranken

Die App TraceCORONA soll helfen, Infektionswege nachzuverfolgen. Persönliche Daten müssen dafür nicht herausgegeben werden. Die Uni Würzburg hat die App mitentwickelt. User können sie nun testen.

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Uni Würzburg: Neue Corona-Tracing-App wird getestet

Die App TraceCORONA soll helfen, Infektionswege nachzuverfolgen. Persönliche Daten müssen dafür nicht herausgegeben werden. Die Uni Würzburg hat die App mitentwickelt. User können sie nun testen.

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Seit einigen Wochen arbeitet ein deutsches Forschungsteam an einer anonym nutzbaren Contact-Tracing-App. Sie soll bei Corona-Infizierten aufzeigen können, welche Kontakte eine Ansteckungsgefahr hatten. Die Infos liegen dabei auf einer sicheren Plattform, betont die Uni Würzburg als Mitentwickler.

Mehr als reine Nachverfolgung

Die App soll Corona-Infizierten ermöglichen, die Personen zu benachrichtigen, zu denen man Kontakt hatte. Diese können sich dann beispielsweise in häusliche Quarantäne begeben. So sollen Infektionsketten unterbrochen werden. Die zugrunde liegende Technologie basiert auf der Sicherheitsplattform mPower von Kobil, die bereits seit mehreren Jahren zum Schutz von sicherheitskritischen Anwendungen wie Online-Banking oder Krankenkassen-Apps eingesetzt wird.

Aktuell ist TraceCORONA bereit für den Beta-Test. Interessierte Nutzerinnen und Nutzer haben jetzt die Möglichkeit, die App zu installieren und auszuprobieren, um dann ihr Feedback zu geben. Die aktuelle Version der TraceCORONA-App wurde zunächst für Android-Geräte entwickelt, eine Version für das Apple-Betriebssystem iOS ist bereits geplant.

Als Beta-Version ist sie noch nicht in den offiziellen App-Stores sondern auf der Webseite der Entwickler verfügbar.

Mehrere Corona-Apps im Test

Bekannt ist vor allem die Corona-App, die im Auftrag der Bundesregierung von Telekom und SAP entwickelt werden soll. Sie verwendet eine Bluetooth-Schnittstelle, die von Google und Apple entwickelt wurde. Die Entwickler betonen dass TraceCORONA keine Konkurrenz zur "Corona-Warn-App" sein soll, die von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde. "Unsere App sehen wir eher als Alternative mit vielen Vorteilen gegenüber den bisher vorgeschlagenen Apps", erklärt Informatik-Professorin Alexandra Dmitrienko von der Uni Würzburg.

Info und Service in der Corona-App

Die App könne beispielsweise mit Services wie Fake News-Filter oder Secure Messaging erweitert werden. Auch eine Beteiligung von verschiedenen Institutionen wie Gesundheitsbehörden ist möglich.

Denn zur kurz- und langfristigen Bekämpfung von Pandemien wie COVID-19 werde ein ganzheitlicher Ansatz benötigt, bei dem eine Tracing-App nur einen Teil der Gesamtlösung darstelle, heißt es aus dem Forschungsteam. Auf freiwilliger Basis können zudem Informationen datenschutzgerecht gesammelt und analysiert werden, um die Pandemie und deren Auswirkungen besser zu verstehen.

Das Team der Julius-Maximilians-Universität Würzburg arbeitet bei der Entwicklung mit der Technischen Universität Darmstadt und der University of California in San Diego (USA) zusammen. Die Unternehmen Kobil Systems aus Worms und Intel unterstützen die Arbeit.

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