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Fake-Tweet über Gewalttat an Uni Passau: Verdächtige ermittelt | BR24

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Die Twitter-Meldung über eine angeblich geplante Gewalttat an der Uni Passau hat umfangreiche Ermittlungen der Kripo Passau ausgelöst. Tatsächlich wurden zwei junge Männer ermittelt, die jetzt mit einem Strafverfahren konfrontiert werden.

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Fake-Tweet über Gewalttat an Uni Passau: Verdächtige ermittelt

Angebliche Gewalttat an der Universität Passau: Die Kriminalpolizei hat zwei 19-Jährige ermittelt, die diese Fake-News über Twitter verbreitet haben. Ihnen drohen bis zu drei Jahre Haft. Es gebe zudem eine Verbindung zu einem rechtslastigen Podcast.

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Die Twitter-Meldung über eine angeblich geplante Gewalttat an der Uni Passau hat umfangreiche Ermittlungen der Kripo Passau ausgelöst. Tatsächlich wurden zwei junge Männer ermittelt, die jetzt mit einem Strafverfahren konfrontiert werden. Mit der Amokdrohung auf die Uni Passau Anfang September hat dieser Fall nichts zu tun.

Angeblich geplante Gewalttat an Uni Passau auf Twitter verkündet

Einer der beiden, ein aus Lörrach in Baden-Württemberg stammender 19-Jähriger, hatte im Juni dieses Jahres einen zunächst verwirrenden Post abgesetzt: Er schrieb von einer Gewalttat an der Uni Passau im Oktober 2020, als hätte sie bereits stattgefunden (in etwa wörtlich: "Im Oktober 2020 hat an der Uni Passau ein Amoklauf stattgefunden. Der Anschlag wird in die Geschichte eingehen.")

Ein anderer User, ein 19-Jähriger aus Cuxhaven in Niedersachsen, likte die Meldung und teilte die Drohungen unter mehreren Fake-Accounts. Trotz Verschleierungsmaßnahmen stellte die Kripo eine Verbindung zum rechtslastigen Podcast eines Radiosenders her.

Strafverfahren wegen Volksverhetzung

Anfang Oktober gab es mehrere Hausdurchsuchungen in den Wohnungen der beiden Verdächtigen in Lörrach, Cuxhaven und Passau. Dabei kamen zahlreiche Beweismittel im Form digitaler Datenträger und Notizzettel zum Vorschein. Der junge Mann aus Lörrach legte ein Geständnis ab. Seinen Angaben zufolge wäre der Post "ironisch" gemeint gewesen.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung und Störung des öffentlichen Friedens eröffnet. Die sichergestellten Datenträger werden weiter ausgewertet. Das Strafgesetzbuch sieht hierfür eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren beziehungsweise eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor.

Keine Verbindung zur Amok-Drohung im September

Der Fall hat laut Polizeipräsidium mit der Amok-Drohung auf die Uni Passau Anfang September nichts zu tun. Hier fand die mehrtägige Jura-Prüfung in der Dreiländerhalle unter Polizeischutz statt, nachdem ein Unbekannter per Telefon eine Gewalttat angekündigt hatte.

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