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Uni-Arbeit auf Irrwegen: Post verwechselt Bayreuth mit Beirut | BR24

© picture alliance/Geisler-Fotopress

Ein Student wollte seine Hausarbeit nicht persönlich abgeben, sondern mit der Post verschickt. Doch die transportierte den Brief ins 3.500 Kilometer entfernte Beirut im Libanon.

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Uni-Arbeit auf Irrwegen: Post verwechselt Bayreuth mit Beirut

Ein Student wollte die Corona-Richtlinien der Universität Bayreuth befolgen und hat deshalb seine Hausarbeit nicht persönlich abgeben, sondern mit der Post verschickt. Doch die transportierte den Brief ins 3.500 Kilometer entfernte Beirut im Libanon.

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Es ist eine kuriose Verwechslung: Die Hausarbeit eines Bayreuther Jura-Studenten landet nicht wie geplant an der Uni Bayreuth, sondern in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Wie kann denn so etwas passieren?

Bayreuther Student wählt wegen Corona den Postweg

"Oberpeinlich für die Post" nennt Elias Schindler den Vorgang mit einem amüsierten Unterton im BAYERN 3-Interview. Er sei schon davon ausgegangen, dass es die Post schaffe, einen Brief innerhalb Bayreuths zuzustellen. Er habe bis zum letzten Drücker an seiner Hausarbeit geschrieben und sie kurz vor Abgabeschluss in einer Postfiliale aufgegeben.

Verschickt statt selbst schnell abgegeben hat er sie, weil das den Corona-Richtlinien der Bayreuther Hochschule entspricht. Das bestätigte eine Pressesprecherin der Uni dem BR. Studenten sollen wegen Corona im Moment dem Campus fernbleiben.

Hausarbeit landet in Beirut statt an der Uni Bayreuth

Nach zwei Tagen wollte Elias wissen, ob sein Einschreiben angekommen ist. Bei der Online-Sendungsnachverfolgung stellt er fest: Seine Hausarbeit lag zur internationalen Weiterversendung im Logistikzentrum der Post in Frankfurt am Main. Bei den Informationen stand etwas in arabischen Schriftzeichen, die er nicht verstand. Entziffern konnte er aber "Liban Post".

Aufgetaucht ist seine Hausarbeit dann später in Beirut, der Hauptstadt des Libanon. Beirut statt Bayreuth - klingt schon ähnlich, schreibt sich aber doch deutlich anders. An seiner Handschrift könne es nicht gelegen haben, sagt Elias. "Ich finde sie schon gut lesbar, und ich habe 'Bayreuth' auch noch sehr groß draufgeschrieben", erzählt der Student. Er kann sich die weite Reise seiner Hausarbeit nicht erklären.

Negative Konsequenzen hat die Post-Odyssee nicht für ihn. Die Hochschule akzeptierte den Poststempel, so dass die Abgabefrist als eingehalten gilt. Das bestätigte auch die Sprecherin der Hochschule. Elias habe den Einlieferungsbeleg fotografiert, eingescannt und der Hochschule zukommen lassen. Mittlerweile hat er die Arbeit persönlich beim Lehrstuhl vorbeigebracht. "Mit Maske und 1,5 Metern Abstand", beteuert er. Jetzt muss nur noch der Inhalt der Arbeit beim Dozenten ankommen.

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