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Unfall auf A3: Polizei entsetzt über Blockade der Rettungsgasse | BR24

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Die Einsatzkräfte hatten es schwer nach dem Unfall auf der A3 bei Würzburg. Weil zunächst keine Rettungsgasse gebildet wurde, mussten sie zu Fuß weiter. Dann sorgte ein Lkw-Fahrer für Entsetzen. Polizeisprecher Philipp Hümmer im O-Ton.

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Unfall auf A3: Polizei entsetzt über Blockade der Rettungsgasse

Die Einsatzkräfte hatten es schwer nach dem Unfall auf der A3 bei Würzburg. Ein Lkw-Fahrer fuhr mit seinem 38-Tonner in die Rettungsgasse und blieb stecken. Er wollte durch die Gasse fahren - weil er aufs Klo musste.

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Das Unverständnis bei der Polizei ist immer noch spürbar am Tag nach dem Großeinsatz bei der A3 bei Würzburg. Wieder gab es Probleme mit der Rettungsgasse. Die Rettungskräfte von BRK, Maltesern und Johannitern hatten größte Schwierigkeiten, durch den Stau zur Unfallstelle zu gelangen. Auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten mit ihren Fahrzeugen 300 Meter vor dem Unfallort stehen bleiben. Zu Fuß arbeiteten sich die Einsatzkräfte vor und forderten Autofahrer auf, eine Rettungsgasse zu bilden. "Leider ein alltägliches Bild", so Philipp Hümmer vom Polizeipräsidium Unterfranken.

Lkw blockiert Rettungsgasse, weil Fahrer auf Toilette muss

"An Dreistigkeit nicht zu überbieten" war jedoch, was sich ein Lkw-Fahrer aus Belgien leistete, so Hümmer. Der Mann fuhr mit seinem 38-Tonner durch die letztlich doch gebildete Rettungsgasse. Er wollte schnell zur nahe gelegenen Raststätte, um dort auf die Toilette zu gehen. Der Lkw-Fahrer blieb mit seinem Fahrzeug in der Rettungsgasse stecken und blockierte die Gasse.

"Unsere Einsatzkräfte, die eigentlich für die Unfallaufnahme und das Absichern zuständig waren, waren dann damit beschäftigt, diesen Lkw aus der Rettungsgasse wieder herauszulotsen." Philipp Hümmer. Sprecher Polizeipräsidium Unterfranken.

Damit nicht genug. Der Fahrer zeigte sich "absolut uneinsichtig und ist zu Fuß zur Rastanlage gelaufen", so Hümmer. Im Nachgang musste er eine Sicherheitsleistung in Höhe von 240 Euro hinterlegen.

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Die Polizei hat die Vollsperrung der A3 bei Würzburg-Heidingsfeld nach dem Lkw-Unfall aufgehoben. Gegen 12 Uhr hatte sich zwischen den Anschlussstellen Würzburg-Heidingsfeld und Randersacker im Baustellenbereich ein Unfall ereignet.

Drei Schwerverletzte nach Unfall mit Sattelzug, Pkw und Wohnwagen

Wegen des Unfalls war die A3 im Bereich Würzburg über Stunden hinweg gesperrt. Zuvor war am Mittag ein Sattelzug aus Niedersachsen auf ein Wohnwagen-Gespann aus dem Landkreis Rosenheim aufgefahren. Anschließend hatte der Lastwagen die Mittelleitplanke durchbrochen und war auf der Gegenspur in ein entgegenkommendes Auto aus dem Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim geprallt. Der Wagen wurde rechts von der Fahrbahn abgedrängt, fuhr eine Böschung hinunter und kam auf dem Dach zum Liegen. Darin befanden sich ein 41-jähriger Mann, eine 35-jährige Frau und ein einjähriger Junge. Die drei wurden schwer verletzt.