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Vom Blitz getroffen: Verletzte durch Unwetter in Bayern | BR24

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In Oberfranken ist die Polizei aufgrund des starken Regens im Dauereinsatz gewesen Bäche traten über die Ufer, Straßen wurden überflutet.

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Vom Blitz getroffen: Verletzte durch Unwetter in Bayern

Umgestürzte Bäume, übergelaufene Keller, schlammige Straßen: Auch in der Nacht zum Montag hatten die Einsatzkräfte in Bayern alle Hände voll mit den Folgen der Unwetter zu tun. Etliche Menschen wurden bei Unfällen verletzt, zwei vom Blitz getroffen.

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Nach den teils heftigen Unwettern vom Wochenende waren Feuerwehr und Polizei in einigen Teilen Bayerns auch in der Nacht zum Montag erneut wegen Starkregens im Einsatz. Vor allem in Oberfranken und der Oberpfalz mussten die Einsatzkräfte Dutzende Male ausrücken, um bei vollgelaufenen Kellern, überfluteten Fahrbahnen und Unfällen durch Aquaplaning Hilfe zu leisten.

Zwei Menschen in Bayreuth vom Blitz getroffen

Wie ein Sprecher der Polizei Oberfranken auf BR-Nachfrage mitteilt, waren vor allem Stadt und Landkreis Bayreuth betroffen. Seit Sonntagabend vermeldete die Polizei allein in diesem Gebiet 79 wetterbedingte Notrufe.

Im Bayreuther Stadtgebiet seien zwei Menschen vom Blitz getroffen worden, eine 22-jährige Frau zog sich bei dem Vorfall Brandverletzungen zu. Beide Personen mussten zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Unfälle durch Aquaplaning

Bei den mehr als zwölf Aquaplaning-Unfällen auf den Autobahnen A9 und A70 sei es lediglich zu leichten Verletzungen und Sachschäden gekommen, teilte der Sprecher weiter mit. Die Einsatzkräfte mussten zudem umgestürzte Bäume, übergelaufene Keller und mit Schlamm und Geröll überflutete Straßen in den Griff bekommen. Verletzte habe es dabei nicht gegeben.

In der Region Hof seien rund 15 wetterbedingte Einsätze angefallen, wie ein Sprecher der Integrierten Leitstelle (ILS) Hochfranken dem BR mitteilte. In Wölbattendorf mussten zudem die Schutzmaßnahmen erneuert werden. Am Sonntagmorgen war in dem Hofer Ortsteil ein Maisfeld abgerutscht, das an einem abschüssigen Hang gepflanzt war.

Flüsse in Oberfranken erreichen Meldestufe drei

Wie der Hochwassernachrichtendienst Bayern meldet, haben in Oberfranken drei Flüsse die Meldestufe drei von vier erreicht. Neben dem Weißen Main gilt dies auch für die Warme Steinach und die Ölschnitz.

In der nördlichen Oberpfalz führten Unwetter seit Sonntagabend zu rund 60 Einsätzen. Besonders Ortschaften entlang der Grenze zu Tschechien waren laut Polizeipräsidium Oberpfalz betroffen. Die Feuerwehr musste vor allem Keller auspumpen. Einige Straßen wurden überschwemmt. Wegen Aquaplaning kam es zu drei Unfällen. Dabei wurde laut Polizei niemand verletzt. Auch am Morgen warnte die Polizei noch vor Aquaplaninggefahr auf der A3 zwischen Nittendorf und Laaber. Hier passierten mehrere Unfälle.

Dammbruch in der Oberpfalz

In Oberbibrach, einem Ortsteil von Vorbach im Landkreis Neustadt an der Waldnaab, ist ein Damm gebrochen. Der Ortsteil stand in der Nacht auf Montag großteils unter Wasser. Zunächst flutete der Biberbach das Dorfzentrum. Dann brach am Schneidweiher ein Damm. Wassermassen strömten flutartig in den Ort und setzten sämtliche Häuser unter Wasser. Gegen drei Uhr in der Nacht wurde das THW zu Hilfe geholt. Das Wasser stand zeitweise bis zu einen Meter tief auf der Straße. Inzwischen sind die Einsatzkräfte weitgehend abgezogen, das Wasser steht laut ILS Nordoberpfalz aber noch in den Häusern.

Unwetter am Wochenende: Einsatzkräfte mit Aufräumarbeiten beschäftigt

Am Sonntag hatten Einsatzkräfte in vielen Teilen Bayerns alle Hände voll zu tun, um die Spuren der heftigen Unwetter zu beseitigen, die am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag über Bayern hinweggezogen waren. Im Erlanger Rathaus kam es in den Kellerräumen und im Erdgeschoss zu einem massiven Wassereinbruch. Das Gebäude bleibt daher am Montag für den Publikumsverkehr geschlossen, wie die Stadt Erlangen mitteilte. Da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Haus ebenfalls nicht betreten sollen, könnten Anliegen auch telefonisch nicht bearbeitet werden.

Katastrophenfall in Grainau wieder aufgehoben

Der Katastrophenfall in Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist mittlerweile wieder aufgehoben. Nach einem heftigen Unwetter mussten dort bereits in der Nacht zum Sonntag rund 350 Personen vorsorglich evakuiert werden, da die Gefahr einer Überschwemmung im Grainauer Ortsteil Hammersbach bestand. Durch Murenabgänge wurden auch Wege und Brücken zerstört - deshalb mussten 61 Wanderer aus der Höllentalangerhütte ausgeflogen werden. Die Höllentalklamm in Grainau-Hammersbach bleibt vorerst gesperrt.

Wetter in Bayern: Stark- und Dauerregen vorhergesagt

Auch die neue Woche beginnt in Bayern mit viel Regen und einzelnen Gewittern. In weiten Teilen Bayerns meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) Starkregen, in Nieder- und Oberbayern sogar Dauerregen. Einzelne Unwetter und kleinkörnigen Hagel erwarten die Meteorologen derweil im Norden und Osten Bayerns.

Hintergrund ist laut DWD ein Tief über dem Ärmelkanal, das derzeit kühle Luft des Atlantiks über Bayern auf wärmere Luft aus dem Süden stoßen lässt. Am Montag kommt es zu Höchsttemperaturen von bis zu 20 Grad in der Oberpfalz, am Dienstag 15 Grad an den Alpen und 21 Grad in Mainfranken, so der DWD.

Die kommenden Tage sollen ähnlich regnerisch ausfallen: So gibt es laut DWD zwar ab Mittwoch etwas Sonne, starke Regenfälle werden allerdings bis zum Ende der Woche erwartet.

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