BR24 Logo
BR24 Logo
BR24

Unfälle durch Schnee und Eis - Gefahrguttransporter umgekippt | BR24

© News5/Holzheimer

Auf schneeglatter Fahrbahn ist auf der A9 bei Bayreuth der Sattelauflieger eines Gefahrguttransporters umgekippt.

2
Per Mail sharen

    Unfälle durch Schnee und Eis - Gefahrguttransporter umgekippt

    Schnee und Eis haben auf Bayerns Straßen zu Behinderungen und Unfällen geführt. Spaziergänger und Wintersportler müssen in einigen Regionen aufpassen: Äste könnten unter der Schneelast abbrechen. Die Lawinengefahr wird derzeit als mäßig eingestuft.

    2
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    Schnee, Schneematsch und Glätte haben in Teilen Bayerns zu Behinderungen und Unfällen geführt. Auf schneeglatter Fahrbahn geriet am Morgen auf der A9 bei Bayreuth ein Gefahrguttransporter vermutlich wegen nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern. Wie die Polizei mitteilte, kippte der Siloanhänger mit 30.000 Liter Aceton um. Das Lösungsmittel lief nicht aus, muss aber nach Polizeiangaben in einen Ersatz-Anhänger umgepumpt werden. Während des Abpumpens sollte die A9 in beiden Fahrtrichtungen zwischen den Anschluss-Stellen Bayreuth-Süd und Pegnitz bis in den Abend hinein gesperrt bleiben.

    Fahrer hätte Parkplatz anfahren müssen

    Der 53 Jahre alte Lkw-Fahrer hätte wegen des starken Schneefalls mit seinem Gefahrguttransporter einen Parkplatz anfahren müssen. Es wird sich wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen und Gütern verantworten müssen, so die Polizei. Am Fahrzeug entstand Sachschaden in Höhe von 40.000 Euro.

    Kleinere Unfälle in Schwaben

    In Schwaben kam es bei leichtem Schneefall zu kleineren Unfällen: Nach Angaben der Polizei in Augsburg gab es mehrere Unfälle mit Blechschäden. Auf der A7 kam ein Pkw bei glatter Fahrbahn zwischen Bad Grönenbach und Dietmannsried im Landkreis Oberallgäu von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Die beiden Insassen blieben offenbar unverletzt, wurden aber zur Sicherheit in eine Klinik gebracht. Im Landkreis Günzburg rutschte ein Lkw bei schneeglatter Fahrbahn von der B16 in den Graben. Die Bundesstraße war bei Kötz in beide Richtungen gesperrt.

    Vorsicht vor Dachlawinen

    In Neusäß bei Augsburg wehte der Wind einen Bauzaun auf die Straße. Polizeibeamte stellten ihn wieder auf. In Durach beschädigte eine Dachlawine zwei geparkte Pkw. Die Polizei geht von einem Sachschaden von jeweils 2.000 Euro aus. Wie die Polizei mitteilte, wurden in Immenstadt gestern ein 3-jähriger Junge und eine 68 Jahre alte Frau von Dachlawinen getroffen. Eine Lawine verschüttete den Buben beim Spielen. Er blieb unverletzt. Die zweite Lawine verletzte die 68-Jährige am Kopf. Sie erlitt eine Platzwunde.

    Behinderungen auf der A9

    Auf schneeglatter Fahrbahn geriet auf der A9 bei Bad Steben im Landkreis Hof ein Lastwagen ins Schleudern. Die Zugmaschine krachte gegen die Leitplanke, der Auflieger stellte sich quer und blockierte die Fahrbahnen, teilte die Polizei mit. Die Autobahn war am Unfallort zeitweise komplett gesperrt.

    Warnung vor Schneelast auf Bäumen

    Vorsicht ist auch bei Spaziergängen und beim Wintersport notwendig. Schneehöhen bis zu 60 Zentimetern mögen Wintersportler derzeit in die Rhön in Unterfranken locken. Dennoch warnt die Rhön GmbH vor Ausflügen. Wegen der hohen Schneelast der Bäume bestehe Lebensgefahr durch herabstürzende Äste. Außerdem sorgten umgestürzte Bäume für Behinderungen auf Winterwanderwegen und Loipen.

    Lawine erfasste Tourengeher

    Auch Tourengeher sollten vorsichtig sein. Gestern gerieten in den Chiemgauer Alpen drei junge Skitourengeher in eine Lawine. Der Unfall ereignete sich am Staufenkar auf einer Höhe von 1.500 Metern. Die Männer im Alter von 22, 25 und 33 Jahren wurden rund 100 Höhenmeter mitgerissen und teilweise schwer verletzt. Zufällig war ein Bergwachtmann privat in der Nähe - er leistete Erste Hilfe und organisierte die Rettung.

    Mäßige Lawinengefahr

    Laut dem bayerischen Lawinenwarndienst herrscht derzeit mäßige Lawinengefahr. Das Hauptproblem ist frischer Triebschnee. Dieser kann oberhalb von 1.600 Metern im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Nordwest über Nord bis Südost sowie in frisch eingewehten Rinnen und Mulden mit der geringen Zusatzbelastung eines einzelnen Skifahrers ausgelöst werden, heißt es im Lawinenlagebericht. Die Schneebretter sind klein bis mittelgroß, wenn sie jedoch auf bodennahe, schwache Schneeschichten durchschlagen, können sie vereinzelt auch groß werden. Die nächsten Tage werden wieder winterlich. Die Lawinengefahr wird sich langsam weiter entspannen.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!