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Uneinigkeit über Lawinenschutz an der Grenze zu Österreich | BR24

© BR/Kilian Neuwert

Lawinenwarnung in den Ammergauer Alpen am 21.01.2019.

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    Uneinigkeit über Lawinenschutz an der Grenze zu Österreich

    Wie soll man sich vor Lawinen schützen? Der Grenzübergang Mittenwald-Scharnitz war im Januar fast zwei Wochen wegen Lawinengefahr gesperrt, die Zugverbindung nach Innsbruck unterbrochen. Bayerische und österreichische Behörden waren sich uneinig.

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    Seit im Februar 2003 eine große Lawine die Bundesstraße 2 und die Bahnstrecke vor Scharnitz verschüttet hatte, streiten Experten darum, wie die gefährdete Stelle zwischen Oberbayern und Tirol sicherer gemacht werden kann. Die Vorüberlegungen für eine Lawinengalerie im Bereich des sogenannten Marchgrabens liegen in der Schublade.

    Ist Bayern oder der Bund verantwortlich für den Lawinenschutz?

    Das Bayerische Innenministerium, das für den Katastrophenschutz zuständig ist, hat im vergangenen April mitgeteilt, dass es zu den bisherigen Plänen keinen Konsens gäbe. Aber inwieweit ist Bayern überhaupt zuständig? Weil die Lawinengefahr eine Bundesstraße und eine Bahnverbindung betrifft, sind eigentlich der Bund und die Bahn verantwortlich.

    Lawinenschutz könnte 25 Millionen Euro kosten

    Nach Informationen des Straßenbauamts Weilheim gibt es eine Vorplanung, die jetzt der Deutschen und der Österreichischen Bundesbahn und den Verkehrsministern in Berlin und Wien vorliegt. Ihr sollen Kosten in Höhe von 25 Millionen Euro zu Grunde liegen. Im Frühjahr soll es ein Behördengespräch zu den Plänen geben. Ein konkreter Termin dafür steht aber noch nicht fest.