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Tote Katzen in Igling: Polizei sucht weiter nach dem Täter | BR24

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Eine Tierschützerin hatte bei Igling die Kadaver von Katzen entdeckt, die vermutlich getötet und von einer Brücke auf die B17 geworfen wurden. Jetzt sucht die Polizei nach dem mutmaßlichen Tierquäler.

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Tote Katzen in Igling: Polizei sucht weiter nach dem Täter

Nach dem Fund getöteter Katzen an einer Bundesstraße bei Igling sucht die Polizei weiter nach dem Täter. Auch 20 Tauben hat der Unbekannte möglicherweise getötet. Tierschützer setzen 5.000 Euro Belohnung aus.

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Nachdem auf dem Mittelstreifen der B17 bis zu neun tote Katzen entdeckt wurden, sucht die Polizei im Landkreis Landsberg am Lech weiter nach dem mutmaßlichen Täter. Ein Lkw-Fahrer hatte die Kadaver bereits am Montag gefunden - an der Stelle unterhalb der Brücke zwischen Kaufering und Igling, wo bereits im vergangenen Jahr vier tote Katzen entdeckt worden waren.

"Bereits am 4. Juli 2019 waren an derselben Stelle vier tote Katzen gefunden worden, wovon eine ein Schädel-Hirn-Trauma aufwies", teilte der Landesverband mit. Die anderen hätten aufgrund ihres Verwesungszustandes nicht mehr untersucht werden können.

Ist im Landkreis Landsberg ein Katzenhasser unterwegs?

Jetzt sucht die Polizei einen möglichen Tierquäler, Tierschützer haben eine Belohnung ausgesetzt. Denn: Mutmaßlich wurden die Tiere von einem Katzenhasser getötet - wie Kater Cosmo von einer Frau aus Igling, die anonym bleiben möchte.

“Der Cosmo war ein ganz lieber, war von klein auf mit unserem Sohn verbunden.” Frau aus Igling

Cosmo lag ebenfalls tot unter der Brücke über der B17. Wie viele tote Katzen dort insgesamt lagen, lässt sich nicht mehr genau sagen, denn die Katzen waren teilweise schon skelettiert. Mehrere der toten Katzen seien aufgrund der Identifizierungschips den Besitzern zugeordnet worden. Die Vierbeiner seien mitunter schon seit einiger Zeit vermisst worden.

Polizei ermittelt wegen Verstöße gegen Tierschutzgesetz

Andrea Mittermeir aus Moorenweis vom Katzen-Hilfsverein "Katzentatzen" vermutet System hinter dem Geschehen: “Tatsächlich haben wir hier einen Katzenfriedhof vorgefunden. Es sind neun Tiere, die hier liegen. Und die muss wohl jemand umgebracht und hier entsorgt haben” sagte sie dem BR.

Die Polizeiinspektion Landsberg am Lech ermittelt nun wegen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Der bayerische Landesverband des Tierschutzbundes hat 5.000 Euro Belohnung ausgesetzt, um den Täter zu finden.

20 tote Tauben am Baggersee

Erst vergangene Woche waren 20 tote Tauben an einem Baggersee in der Nähe gefunden worden. Es müsse davon ausgegangen werden, dass ein Tierquäler im Raum Igling am Werk sei, berichtete der Tierschutzbund. Möglicherweise handelt es sich um die- oder denselben Täter.

Familien trauern um Haustiere

In Igling geht derweil die Angst um:

“Wir lassen unsere Katzen in der Nacht nicht mehr raus. Normal sind sie ja Freigänger, jagen draußen auf den Feldern nach Mäusen.” Franz Wiedemann, Katzenbesitzer

Die Katzenbesitzer in Igling hoffen nun, dass der Täter gefasst wird, bevor er vielleicht wieder zuschlägt.

"Diesem Täter muss schnellstens das Handwerk gelegt werden, er tötet nicht nur wehrlose Tiere, er bringt auch viel Leid über deren Halter", sagte Bayerns Tierschutzpräsidentin Ilona Wojahn. "Die betroffenen Familien sind fassungslos, und Kinder müssen den Verlust geliebter Haustiere verarbeiten." Der Landesverband des Tierschutzbundes hofft nun auf Zeugenhinweise.

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