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Unbekannter spricht Elfjährigen an: Mann meldet sich | BR24

© picture alliance/dpa Themendienst

Unbekannter spricht Elfjährigen an: Mann meldet sich (Symbolbild)

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    Unbekannter spricht Elfjährigen an: Mann meldet sich

    In Tann im Kreis Rottal-Inn ist am Dienstag ein Elfjähriger von einem Unbekannten angesprochen worden. Jetzt hat sich ein 32-jähriger Mann bei der Polizei gemeldet - die gibt Entwarnung.

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    Im Fall des elfjährigen Jungen, der von einem Unbekannten aus dem Auto heraus in Tann im Kreis Rottal-Inn angesprochen wurde, hat sich jetzt der beteiligte Fahrer gemeldet. Der 32-Jährige erklärte der Polizei, dass er am Dienstag (22.09.) den Jungen angesprochen habe, aber nur, weil er den Buben in einer Notlage vermutete.

    Mann bot dem Jungen Hilfe an

    Laut Polizei schildert der Mann den Sachverhalt so: Als er am Dienstag mit seinem Auto die Eggenfeldener Straße entlangfuhr, sah er auf dem Gehweg ein Fahrrad liegen, davor kniete der Junge. Daraufhin wendete der 32-Jährige sein Fahrzeug und bot dem Jungen seine Hilfe an - unter anderem auch, dass er sein Handy benutzen könne oder ihn nachhause bringen könnte.

    Geschichte des Mannes ist glaubhaft

    Der Mann sagte der Polizei, dass er den Jungen vom Sehen her kenne, weil sie in derselben Ortschaft wohnen. Der Junge konnte den Mann aber offenbar nicht zuordnen. Nachdem der Elfjährige die Hilfe des Mannes ablehnte, setzte der 32-Jährige seine Fahrt fort. Auf BR-Anfrage teilte die Polizei mit, dass die Geschichte des Mannes glaubhaft sei und nicht von einer Straftat ausgegangen wird. Weitere Details klärt die Polizei im Laufe des Tages.

    Dramatisierung in den sozialen Medien

    Für Ärger bei der Polizei sorgte die Dramatisierung des Falles in den sozialen Medien. Zum Teil verbreiteten Unbeteiligte falsche Vermutungen und dramatisierten den Fall. Laut Polizei werde der Sachverhalt oft dramatischer dargestellt, als es sich tatsächlich ereignet hat. Es sei mehrfach die Begrifflichkeit "Entführung" verwendet worden.

    Die Polizei teilt auf BR-Anfrage mit, dass sie den Fall sehr ernst genommen habe, bittet aber darum, Dramatisierungen zu unterlassen, da sie weder für die Bürger noch für die Durchführung der polizeilichen Ermittlungen sachdienlich und hilfreich seien.

    Verhalten des Jungen war vorbildlich

    Auch wenn in diesem Fall keine Straftat vorlag, rät die Polizei, dass Eltern mit ihren Kindern über das richtige Verhalten in so einem Fall zu sprechen sollen. Das Verhalten des Jungen, der anschließend nach Hause fuhr und seine Eltern über den Sachverhalt informiert hatte, war aus Sicht der Polizei vorbildlich und sehr lobenswert.

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