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Unbekannter fordert Elfjährigen auf, ins Auto zu steigen | BR24

© picture alliance / ZB

Stofftier liegt auf der Straße (Symbolbild)

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    Unbekannter fordert Elfjährigen auf, ins Auto zu steigen

    Ein bislang unbekannter Mann hat in Tann im Landkreis Rottal-Inn einen elfjährigen Jungen aus dem Auto heraus angesprochen und ihn gebeten, einzusteigen. Die Polizei nimmt den Fall sehr ernst, warnt aber auch vor Dramatisierung.

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    In Tann im Landkreis Rottal-Inn ist am Dienstagabend (22.09., 18.45 Uhr) ein elfjähriger Junge von einem bislang unbekannten Mann aus einem Auto heraus angesprochen worden. Wie die Polizei heute mitteilt, war der Junge mit dem Fahrrad unterwegs, als er auf dem Gehweg ein kleines Stofftier fand. Dieses nahm der Bub an sich, weil er glaubte, ein kleines Kind hätte das Spielzeug verloren.

    Stofftier bewusst auf dem Gehweg platziert?

    In diesem Augenblick wurde der Elfjährige von einem bislang Unbekannten angesprochen, der dem Jungen auf der Gegenfahrbahn mit einem gold-/orangefarbenen Auto entgegenkam. Der Mann forderte den Jungen daraufhin mehrfach auf, in den Wagen zu steigen. Da der Bub das ablehnte, fuhr der Mann weiter. Ob das Stofftier bewusst auf dem Gehweg platziert wurde oder nur zufällig dort lag, muss noch ermittelt werden.

    Unbekannter weist kaum Auffälligkeiten auf

    Laut Polizei handelt es sich bei dem unbekannten Fahrer um eine männliche Person zwischen 25 und 35 Jahren. Er hatte kurze blonde Haare, keine Brille, keinen Bart und auch keine Auffälligkeiten wie Tattoos oder Piercings. Er war schlank und sprach bayerischen Dialekt. Die Polizei in Simbach hat die Ermittlungen aufgenommen.

    Verängstigte Eltern rufen bei Polizei an

    Da am Mittwoch (23.09.) in verschiedenen Foren und Plattformen von diesem Vorgang berichtet wurde, erhielten Polizei, mehrere Schulen und Behörden zahlreiche Anrufe und Warnungen von verängstigten Eltern. Laut Polizei werde der Sachverhalt oft dramatischer dargestellt, als es sich tatsächlich ereignet hat. Es sei mehrfach die Begrifflichkeit "Entführung" verwendet worden. Dies kann so von Seiten der Polizei nicht bestätigt werden. Ebenso fand der Vorfall nicht auf dem Schulweg statt. Eine Dramatisierung sei weder für die Bürger, noch für die Durchführung der polizeilichen Ermittlungen sachdienlich und hilfreich, so die Polizei weiter.

    Kinder sollen richtiges Verhalten lernen

    Trotzdem nehme die Polizei den Vorfall durchaus ernst und bittet Eltern, mit ihren Kindern über das richtige Verhalten in so einem Fall zu sprechen. Das Verhalten des Jungen, der anschließend nach Hause fuhr und seine Eltern über den Sachverhalt informiert hatte, war aus Sicht der Polizei vorbildlich und sehr lobenswert.

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