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UN-Militärbeobachter üben mit Waffen-Attrappen in Unterfranken | BR24

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Blauhelm-Soldaten des Vereinte Nationen Ausbildungszentrums der Bundeswehr üben derzeit im Raum Hammelburg / Gemünden. Schwerpunkt ist der Bereich südwestlich des Übungsplatzes bei Hammelburg. Für die Soldaten ist ein wichtiger Test.

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UN-Militärbeobachter üben mit Waffen-Attrappen in Unterfranken

Blauhelm-Soldaten des Vereinte Nationen Ausbildungszentrums der Bundeswehr üben derzeit im Raum Hammelburg / Gemünden. Schwerpunkt ist der Bereich südwestlich des Übungsplatzes bei Hammelburg. Für die Soldaten ist ein wichtiger Test.

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Von
  • Sylvia Schubart-Arand
  • Christiane Scherm

Das Konzept der Blauhelm-Übung bei Hammelburg im Landkreis Bad Kissingen sieht vor, dass die Teilnehmer ihre gewohnte Übungsumgebung bewusst verlassen. Bei der Übung unter dem Namen "Blue Banner II" handelt es sich um den Abschluss des nationalen Lehrgangs für Militärbeobachter, die sogenannten "United Nations Military Observer".

Militärbeobachter sollen realistische Übungen meistern

Nach Angaben der Bundeswehr sind 21 Teilnehmer bei der Übung dabei. Sie läuft seit dem vergangenen Donnerstag und dauert genau eine Woche. Während der Übung müssen die zukünftigen UN-Militärbeobachter Situationen meistern, die ihnen später auch bei ihren Einsätzen im Ausland begegnen können: zum Beispiel Verhandlungen mit Konfliktparteien in Krisen- und Kriegsgebieten führen. Dabei geht es auch um die Lebensumstände und Bedürfnisse der Zivilbevölkerung.

Szenarien mit Übungswaffen aus Holz

Die Teilnehmer des Lehrgangs müssen sich zum Beispiel mit folgendem Szenario auseinandersetzen: Bei einem Einsatz in Afghanistan kommt die UN-Truppe mit der Bevölkerung in Kontakt. Unter den Einheimischen sind auch Menschen, die der Truppe Böses antun wollen. Einige Soldaten tragen deshalb bei dem Manöver Zivil-Kleidung, wie sie in Afghanistan typisch ist. Die Rollenspieler haben auch sogenannte Darstellerwaffen dabei, also Attrappen aus Holz, die nach Angaben der Bundeswehr möglichst echt aussehen sollen.

Übungen mit Hubschrauber und gepanzerten Fahrzeugen

Die zweite Übungswoche beginnt mit einer Simulation bei Untereschenbach. Dabei wird ein Auto-Unfall nachgestellt. Laut Bundeswehr sind alle Übungen als solche erkennbar. Bis zum Ende des Lehrgangs sind in der Region außerdem weiße UN-Geländewagen, gepanzerte Transport-Fahrzeuge und ein Hubschrauber unterwegs.

Die "Military Observer" der Vereinten Nationen seien grundsätzlich unbewaffnet. "Ihre Waffe ist das Wort", sagt Oberst Werner Klaffus, Kommandeur des Vereinte Nationen Ausbildungszentrums der Bundeswehr in Hammelburg. Wenn die Teilnehmer den Lehrgang erfolgreich absolviert haben, werden sie weltweit in Krisenregionen entsandt. Dort sollen sie "zur Stabilisierung der Sicherheitslage" beitragen, heißt es von der Bundeswehr.

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