Mehrere Menschen liegen in einem See auf einer Luftmatratze.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Patrick Pleul

Drei Seen in Bayern sind mit der "Blauen Flagge" ausgezeichnet worden: Alle drei liegen im Landkreis Lichtenfels. (Symbolbild)

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Umweltsiegel "Blaue Flagge": Bayerns ausgezeichnete Seen

Drei Badeseen in Bayern sind mit der "Blauen Flagge" ausgezeichnet worden. Das Gütesiegel bestätigt, dass die Seen verschiedene Anforderungen an Sauberkeit und den Umweltschutz erfüllen. Alle drei ausgezeichneten Seen liegen im selben Landkreis.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Drei bayerische Badeseen sind mit dem Gütesiegel "Blaue Flagge" ausgezeichnet worden. Alle drei liegen in Oberfranken, genauer im Landkreis Lichtenfels. Wie die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) mitteilt, handelt es sich bei den in diesem Jahr in Forchheim ausgezeichneten Seen um den Badesee in Ebensfeld, den Ostsee in Bad Staffelstein und den Rudufersee in Michelau.

Blaue Flagge: Anforderungen an Umweltschutz müssen erfüllt sein

Die Umweltauszeichnung "Blaue Flagge" wird seit 1987 für Badestellen, Strände und Sportboothäfen und mittlerweile in mehr als 40 Ländern der Welt vergeben. Voraussetzung ist, dass verschiedene Anforderungen an den Umweltschutz erfüllt werden.

Unter anderem müssen ausreichend Müllentsorgungs- und Sanitärbereiche vorhanden sein sowie Informationen über Wasserqualität und Verhaltensregeln ausliegen. Darüber hinaus müssen Rettungsschwimmer anwesend sein und die Wasserqualität spätestens alle 30 Tage geprüft werden. Badegästen soll die "Blaue Flagge" zeigen, dass Wasser und umliegende Natur besonders sauber und das Baden sicher sind.

Wenige Bewerber aus Bayern – Auszeichnung mit Kosten verbunden

Die Auszeichnung des Badesees muss durch die jeweilige Gemeinde bei der DGU beantragt werden und gilt jeweils für ein Jahr. Die Zulassung zur Bewertung kostet den Betreiber des jeweiligen Badesees nach Angaben der DGU 850 Euro im Jahr. Dazu kommen deutlich höhere Investitionen in Sicherheit, Infrastruktur und Maßnahmen zur Umweltbildung vor Ort.

Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung wollen in den nächsten Wochen und Monaten herausfinden, warum sich gerade in Bayern so wenige Gemeinden mit ihren Badeseen für die Auszeichnung bewerben. Der ideelle Wert von Umweltbildung sei schließlich hoch, so Tobias Wanierke, Koordinator des Projektes in Deutschland.

Die drei Auszeichnungen im Landkreis Lichtenfels sind offenbar darauf zurückzuführen, dass eine Gemeinde damit angefangen hat und die anderen beiden nachziehen wollten, um nicht schlechter da zu stehen.

Ausgezeichnete Wasserqualität in Bayerns Gewässern

Deutschlandweit wurde in diesem Jahr genau ein Bewerber für die "Blaue Flagge" abgelehnt. Er scheiterte an der Wasserqualität, die bei der Bewertung einen hohen Anteil einnimmt. Das Problem des Siegels ist also vielmehr, dass sich nur wenige bewerben.

Denn an guter Wasserqualität mangelt es Bayerns Gewässern nicht. Die EU bescheinigt den allermeisten bayerischen Badeseen und Flüssen nämlich eine ausgezeichnete Wasserqualität. Laut dem Bericht der Europäischen Umweltagentur hatten im vergangenen Jahr nur zwei Seen eine schlechte und drei eine lediglich ausreichende Wasserqualität.

Auch bayerische Sportboothäfen ausgezeichnet

Neben den Badestellen an Seen wurden zudem mehrere Sportboothäfen in Bayern mit der "Blauen Flagge" ausgezeichnet. Mit den Häfen des Yachtclubs Forchheim und des Motor- und Segelbootclubs Coburg kommen auch hier zwei von insgesamt fünf Auszeichnungen aus Oberfranken. Dazu bekamen die Häfen des Yachtclubs Miltenberg und des Motorbootclubs Obertheres in Unterfranken, sowie des Yachtclubs Bad Wiessee in Oberbayern das Öko-Siegel.

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