Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Umweltschutz statt Unterricht - wieder Schülerdemo in München | BR24

© BR

Unter dem Motto "Fridays for Future" gingen heute in München wieder Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße. Die Demo begann um elf Uhr auf dem Marienplatz in der Innenstadt.

15
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Umweltschutz statt Unterricht - wieder Schülerdemo in München

Unter dem Motto "Fridays for Future" gingen am Freitag in München wieder Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße. Die Demo begann um 11.00 Uhr auf dem Marienplatz in der Innenstadt. Etwa 3.500 Schüler schwänzten dafür Unterricht.

15
Per Mail sharen
Teilen

Angemeldet war die Demo "Fridays for Future" beim Münchner Kreisverwaltungsreferat für 750 Teilnehmer. Aus dem schwäbischen Memmingen, aus Würzburg in Unterfranken und Mühldorf in Oberbayern machten sich Jugendliche auf den Weg in die Landeshauptstadt. Es kamen deutlich mehr als am letzten Freitag, wo rund 700 Schüler in München demonstrierten. Auf bis zu 3.500 Schüler wurde die Zahl der Demonstranten auf dem Marienplatz von der Polizei geschätzt. Nach der Auftaktkundgebung dort zogen die Demonstranten zum Stachus.

Zacharias Spörl vom Ruperti-Gynmasium in Mühldorf war bei der Demo am vergangenen Freitag in München dabei. Diesmal ist er nicht mitgekommen.

"Für mich war es wichtig, ein Zeichen zu setzen, dass man bemerkt, dass jeder Einzelne was tun kann - dass man zum Beispiel nicht mehr im Supermarkt das Obst einzeln in eine Plastiktüte packt. Ich persönlich hab' das erste Mal über Instagram davon erfahren, und eine unserer Mitschülerinnen hat sich sehr dafür engagiert und auch die Schüler zusammengebracht. Und als die Gruppe dann groß genug war, sind wir zu unserer Direktorin gegangen, die uns sehr unterstützt hat, dass wir da rauffahren dürfen, ohne eben allzu große Konsequenzen erwarten zu müssen." Zacharias Spörl, Schüler Ruperti-Gymnasium Mühldorf

Schulleitung entscheidet über Konsequenzen

Das Bayerische Kultusministerium hat es den einzelnen Schulleitungen überlassen, wie sie mit dem Fernbleiben vom Unterricht umgehen wollen. Wer unentschuldigt fehlt, muss mit einem Verweis rechnen. Viele Direktoren sehen das Engagement grundsätzlich positiv und verlangen eine Entschuldigung der Eltern. Teilweise wird sogar unentschuldigtes Fehlen toleriert, sofern es bei einer einmaligen Teilnahme an der Demo bleibt.

Große Demonstration in Berlin

Eine Parallelveranstaltung gab es in Berlin. Dort demonstrierten Schätzungen zufolge tausende Schüler für besseren Klimaschutz. In einem offenen Brief wendeten sich die Jugendlichen auch direkt an die Kohlekommission, die am Freitag ihren Plan für das Ende der Kohlestromversorgung präsentieren wollte.

16-jährige Schülerin aus Schweden dient als Vorbild

Die Jugendlichen folgten einem Aufruf der schwedischen Schülerin Greta Thunberg, die auf der Weltklimakonferenz vergangenes Jahr erklärt hatte, dass sie jeden Freitag die Schule schwänzt, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Auch in Deutschland folgen ihrem Beispiel seitdem viele junge Aktivisten. Allein am vergangenen Freitag waren landesweit rund 25.000 Schüler auf die Straße gegangen.