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Heizkraftwerk München Nord
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BR24 Redaktion
Uwe Pagels
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Heizkraftwerk München Nord

Bayern müsse über den Bundesrat aktiv werden, um den Ausstieg aus der Kohleverstromung zu schaffen, sagte Thorsten Glauber im Interview mit der Bayern 2 radioWelt. Dazu gehöre auch, die sogenannten CO2-Zertifikate, mit denen schädliche Emmissionen gehandelt werden, zu verknappen.

"Die CO2-Zertifikate aus der Kohleverstromung müssen deutlich nach unten gefahren werden. Man muss raus aus der Kohleverstromung, wir müssen rein in die erneuerbaren Energien."

Zum Klimaschutz gehört laut Glauber auch die Gebäudesanierung. "Wir müssen nicht immer den Fokus auf Neubauten richten. Hier muss man den Bestand sanieren, denn da stehen strahlende Heizkörper in der Fläche", sagte Glauber. "Und dann, da sind die Automobilhersteller dran, man wird die Fahrzeugflotten überarbeiten müssen."

Glauber setzt auch auf Windkraft

Auch über den Ausbau der dezentralen Energieversorgung will der neue Umweltminister nachdenken. "Wir müssen diesen Fokus wieder stärker auf die erneuerbaren Energien richten." Wenn es gelinge, dezentrale Energie zu schaffen, dann brauche man auch möglichst wenig bundesweite Stromtrassen. Das heißt nach Glaubers Worten auch, über die Aufstellung von weiteren Windkrafträdern zu reden. "Natürlich muss man da rangehen."

Der Ausbau der Windkraft wird allerdings durch die sogenannte 10H-Regelung beschränkt. Die Abstandsregelung trat 2014 in Kraft. Mit dieser wollte der damalige Ministerpräsident Horst Seehofer die "Verspargelung" Bayerns verhindern.

Im Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern steht: "Wir werden den weiteren Ausbau der Windkraft im Einvernehmen mit Bürgerinnen und Bürgern und Kommunen voranbringen. Dabei halten wir an der geltenden bayerischen Rechtslage fest."

Der neue Umweltminister Thorsten Glauber, Freie Wähler

Der neue Umweltminister Thorsten Glauber, Freie Wähler