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Umweltminister: Baumfällungen auf Streuobstwiesen waren unnötig | BR24

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Umweltminister Thorsten Glauber hat die 19. Bayerntour-Natur am Walberla eröffnet. Das Pikante: nur ein paar Kilometer weiter haben Bauern vor kurzem tausende Obstbäume gefällt - aus Angst vor Auflagen durch das neue Artenschutzgesetz.

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Umweltminister: Baumfällungen auf Streuobstwiesen waren unnötig

Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber hält die Baumfällungen auf den Streuobstwiesen in der Fränkischen Schweiz für unnötig. Die Kulturlandschaft in der Fränkischen Schweiz lebe schließlich von den Streuobstwiesen.

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Die Kulturlandschaft in der Fränkischen Schweiz lebe von den Streuobstwiesen, sagte der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) dem Bayerischen Rundfunk am Freitag in Wiesenthau bei der Eröffnung der BayernTour Natur.

Glauber: "Nicht nachvollziehbar"

Es bestehe jetzt Klarheit und es sei nicht nachvollziehbar, "warum man jetzt noch Bäume schneidet", so Glauber. Der Landesbund für Vogelschutz hatte Anfang der Woche beklagt, dass Obstbauern mehrere tausend Bäume gefällt hätten. Daraufhin hatten die Naturschützer Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft in Bamberg gestellt. Den Naturschützern zu Folge ist das Fällen der Bäume während der Brutzeit illegal.

Bauernverband zeigt Verständnis für Fällaktion

Hintergrund für die Baumfällaktionen ist das Volksbegehren Artenvielfalt. Es soll in ein Gesetz übernommen werden. Den Plänen zu Folge könnten extensiv genutzte Streuobstwiesen ab einer bestimmten Größe unter Schutz gestellt werden. Offenbar um den Biotopschutz zu umgehen, hatten Obstbauern in der Fränkischen Schweiz zur Säge gegriffen. Der Bauernverband hatte teils Verständnis für die Obstbauern geäußert. Sie seien verunsichert, mit welchen Auflagen eine Unterschutzstellung verbunden ist.

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Umweltminister Glauber zu Baumfällungen