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Symbolbild: Feuerwerk Würzburg
© dpa / picture alliance
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Symbolbild: Feuerwerk Würzburg

Vor Gericht hatte die Deutsche Umwelthilfe bereits in einigen Innenstädten Fahrverbotszonen für bestimmte Dieselfahrzeuge erzwungen. Wegen Überschreitung von Stickoxid-Grenzwerten durch Dieselmotoren prüft der Verband eine Klage gegen die Stadt Würzburg. Ähnliche Verbotszonen wie beim Diesel soll es nach Überlegungen der DUH jetzt auf für Raketen und Böller geben.

Klage als letzte Lösung

Der Umwelt-Verband schlägt den Kommunen vor, statt privater zentrale professionell gestaltete Feuerwerke zu organisieren. Diese sollten außerhalb der mit Feinstaub belasteten Zonen stattfinden. Die DUH hofft, sich mit den betroffenen Kommunen zu einigen. Klagen für ein Böllerverbot seien die letzte Lösung.

Stadt bleibt gelassen

Die Stadt Würzburg reagiert gelassen auf die Ankündigung der Umwelthilfe. Stadtsprecher Christian Weiß erklärte im Bayerischen Rundfunk, die Stadt habe die Feinstaubbelastung im Blick, nicht nur an Silvester. Weiß betonte, dass es für Teile der Innenstadt bereits seit Jahren ein Böllerverbot gebe: "Die Stadt plant derzeit keine Ausweitung auf andere Teile des Stadtgebiets."

4.500 Tonnen Feinstaub an Silvester

Laut Umweltbundesamt werden durch Raketen und Böller an Silvester jährlich rund 4.500 Tonnen Feinstaub in der Luft freigesetzt. Dies entspricht über 15 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge.