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Umweltausschuss Ansbach berät über PFC-Belastung in Katterbach | BR24

© dpa/pa

Helikopter der US-Armee stehen auf dem Flugfeld

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    Umweltausschuss Ansbach berät über PFC-Belastung in Katterbach

    Zwar spricht die US-Armee davon, dass Untersuchungsergebnisse und ein Sanierungsplan vorliegen, doch wie hoch die Verseuchung der Böden und des Grundwassers mit PFC ist, bleibt unbekannt. Die Stadt Ansbach will im Verteidigungsministerium nachhaken.

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    Der Umweltausschuss der Stadt Ansbach hat sich heute erneut mit der PFC-Belastung in Katterbach beschäftigt. Nach wie vor wartet die Stadt Ansbach auf die Ergebnisse der Untersuchung der US-Armee auf dem Kasernengelände.

    Hilfe von AKK?

    Oberbürgermeisterin Carda Seidel (parteilos) schlug in der Sitzung am Montagabend vor, mit der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) Kontakt aufzunehmen und in einem persönlichen Gespräch um Unterstützung zu bitten. Darüber hinaus seien ihr jedoch die Hände gebunden, da konkrete Ergebnisse der Untersuchung durch die US-Armee weiterhin fehlten. Stadtrat Hannes Hüttinger (BAP) forderte im Umweltausschuss, einen Bescheid zu erlassen.

    "Wenn wir nicht mit drastischen Mitteln handeln, machen wir uns unglaubwürdig." Hannes Hüttinger, Bürgerinitiative Ansbacher Parteiloser

    Rechtliche Schritte anscheinend aussichtslos

    Auch Boris-André Meyer (OLA) forderte, dass nach Möglichkeiten gesucht werde, die über politische Gespräche hinausgingen. Der Fraktionsvorsitzende der Offenen Linken Ansbach regte an, juristische Schritte einzuleiten. Laut Rechtsreferent Kleinlein seien die rechtlichen Handlungsmöglichkeiten der Stadt Ansbach in dieser Sache jedoch sehr eingeschränkt. Bereits im März 2019 wollte die US-Armee eine Studie zur PFC-Belastung innerhalb der Kaserne vorlegen. Doch bis jetzt gibt es laut Kleinlein keine konkreten Untersuchungsergebnisse, die der Stadt vorliegen. Stattdessen seien Termine immer wieder verschoben worden.

    Damit mehr Bewegung in die Sache komme, hätte man einem Gutachter den Auftrag erteilt, drei Grundwassermessstellen außerhalb des Kasernengeländes zu errichten, um abzuschätzen, wie hoch die Grundwasserbelastung dort ist, sagt Kleinlein.

    Seit fast fünf Jahren ist bekannt, dass durch den einstigen Feuerlöschübungsplatz der US-Armee in Ansbach-Katterbach Böden und Gewässer in der Umgebung mit per- und polyfluorierten Chemikalien – kurz PFC - belastet sind.