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Umstrittene Waldrodung: Logistik-Firma wehrt sich gegen Vorwürfe | BR24

© BR/Katharina Häringer

Bei einer Demonstration Ende August wurde unter anderem gegen die Waldrodung der Firma Brummer

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    Umstrittene Waldrodung: Logistik-Firma wehrt sich gegen Vorwürfe

    Die wegen einer geplanten Waldrodung in die Kritik geratene Firma Brummer aus Neuburg am Inn wehrt sich gegen Vorwürfe. In einer Stellungnahme heißt es unter anderem, dass nach der Rodung Ausgleichsflächen aufgepflanzt werden sollen.

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    Die Logistik-Firma Brummer aus Neuburg am Inn (Lkr. Passau) will im Neuburger Wald zwei Kühllager bauen. Im Zuge dessen müsste eine größere Fläche Bannwald gerodet werden. Die Gemeinderäte von Neuburg gaben dafür bereits grünes Licht. Naturschützer sind gegen die Waldrodung. Ende August protestierten rund 200 Teilnehmer der "Fridays-For-Future"-Bewegung gegen die Pläne von Brummer Logistik.

    Die Firma geriet in Kritik - wehrt sich jetzt aber. In einer mehrseitigen Stellungnahme verweist das Unternehmen unter anderem auf die Ausgleichsflächen, die nach der Rodung wieder aufgepflanzt werden sollen.

    Mehrseitige Stellungnahme der Firma Brummer

    "Die gesamte Fläche des Bebauungsplans umfasst 18 Hektar", heißt es in der Mitteilung. "Hiervon werden rund sieben Hektar als Ausgleichsflächen wieder bewaldet bzw. begrünt." Somit würde keine Bannwaldfläche vernichtet, sondern - im Gegenteil - durch hochwertige Neuaufforstung eher dauerhaft gesichert. Der Logistiker will mit der Pflanzung eines Mischwaldes die Bannwaldfläche "ökologisch wertvoller"machen.

    Noch ein aus Sicht der Firma wichtiges Argument: Mit der Erweiterung des Standorts im Neuburger Ortsteil Schmelzing wäre ein alternativ in Frage kommender Zusatzstandort bei Pocking nicht mehr nötig. Zwischenverkehr zwischen den Standorten und der damit verbundenen CO2-Ausstoß würden damit verhindert, argumentiert der Transportunternehmer, der rund 650 Mitarbeiter beschäftigt.

    💡 Was ist Bannwald?

    Bannwald ist besonders schützenswerter Wald. Er darf eigentlich nur dann gerodet werden, wenn es dem Gemeinwohl dient, das heißt: wenn beispielsweise ein Krankenhaus oder eine Bahntrasse gebaut werden soll. Wenn er gerodet wird, müssen Ausgleichsflächen geschaffen werden, die direkt an den Wald angrenzen.