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Umstrittene Waldrodung: Emotionale Debatte in Neuburg am Inn | BR24

© BR/Martin Gruber

Die umstrittene Waldrodung in der Gemeinde Neuburg am Inn (Lkr. Passau) war am Abend Thema einer Bürgerversammlung. An die 350 Bürger waren gekommen. Die Diskussion verlief zum Teil sehr emotional.

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Umstrittene Waldrodung: Emotionale Debatte in Neuburg am Inn

Für die eine Seite geht es um wirtschaftlichen Wachstum und Arbeitsplätze, für die andere um Lebensqualität und Naturschutz. Die geplante Rodung von 18 Hektar Bannwald in Neuburg am Inn (Lkr. Passau) wurde in einer Bürgerversammlung diskutiert.

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Die umstrittene Waldrodung in der Gemeinde Neuburg am Inn (Lkr. Passau) war am Abend Thema einer Bürgerversammlung. An die 350 Bürger waren gekommen. Die Diskussion verlief zum Teil sehr emotional.

Unternehmer will ausgleich schaffen

Logistikunternehmer Hans Brummer erklärte zuerst seine Pläne. Angrenzend an seinen Betrieb im Gewerbegebiet Neuburg-Schmelzing müssten für eine dringend notwendige Betriebserweiterung etwa 18 Hektar Bannwald gerodet werden. Es gehe um die Entwicklung seiner Firma in den nächsten 20,30 Jahren, so Brummer. Hunderte neue Arbeitsplätze würden enstehen. Als Ausgleich für die gerodete Fläche würde ein neuer, ökologisch wertvollerer Wald gepflanzt.

Anwohner fürchten auch mehr Verkehr

Dazu gab es auch die meisten Wortmeldungen aus dem Publikum. Es dauere lange, lange Zeit, bis ein neu aufgeforsteter Wald heranwachsen und Funktionen übernehmen könne, argumentierten einige Bürger gegen die Pläne der Firma Brummer. Marc Kuhnt von der Bürgerbewegung Neuburger Wald: "Herr Brummer, was sagen Sie meinen Kindern, dass Sie ein ganzes Naherholungsgebiet von 25 Fußballfeldern abroden - und das unwiederbringlich?" Heiß diskutiert wurde auch das Thema Verkehr. Einige Anlieger befürchten eine Zunahme des Lkw-Verkehrs in ihren Ortschaften.

Einspruchsfrist bis Ende November

Bürgermeister Wolfgang Lindmeier (CSU) hatte zu der Infoveranstaltung in der Mehrzweckhalle eingeladen. Er sei dankbar, dass so viele Teilnehmer dabei gewesen seien. Deren Sorgen würden sehr ernst genommen. Neuburger Bürger könnten weiter ihre Einwände im Rathaus vorbringen. Die Frist endet Ende November.