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Umstrittene Bewässerung von Gemüsefeldern | BR24

© picture-alliance/dpa

Wasserstreit von Bergtheim - Symbolbild

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    Umstrittene Bewässerung von Gemüsefeldern

    Rund um Bergtheim im nördlichen Landkreis Würzburg gibt es Streit um Grundwasser. Insgesamt zehn Gemeinden klagen darüber, dass die Landwirte zu viel Wasser für die Bewässerung von Gemüsefeldern entnehmen dürfen.

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    Weil es in den letzten Monaten zu wenig geregnet hat, fürchtet beispielsweise Konrad Schlier, der Bürgermeister von Bergtheim, dass damit langfristig zu wenig für Trinkwasser übrig bleibt. Herbert Walter, der Leiter des zuständigen Wasserwirtschaftsamts Aschaffenburg, hat nun zugesagt, dass es künftig keine zusätzlichen Wasserentnahmerechte für Landwirte geben wird. Die allerdings brauchen das Wasser, um auf den guten Böden rund um Bergtheim im großen Stil Gurken, Zucchini oder Karotten anbauen zu können.

    Angst um Trinkwasserversorgung

    Laut Bürgermeister Schlier ist der Grundwasserpegel bereits um einen halben Meter gesunken. Das Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg stellte an eigenen Grundwassermessstellen bislang über einen längeren Zeitraum allerdings kein Absinken fest.

    Laut dem Bergtheimer Bürgermeister Konrad Schlier sind 60 Prozent der zu erwarteten Grundwasserneubildung bereits durch Nutzungsrechte an Landwirte zur Bewässerung ihrer Felder vergeben. Er rechnet mit einer Grundwasserneubildung von rund 780.000 Kubikmetern pro Jahr. Davon würden 120.000 Kubikmeter für die Trinkwassergewinnung und 380.000 Kubikmeter für die Landwirte genutzt werden.