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Umfrage: Soll Bayern weiter Sommerferien-Schlusslicht bleiben? | BR24

© dpa-Bildfunk / Patrick Pleul

Symboldbild: Sommerferien

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Umfrage: Soll Bayern weiter Sommerferien-Schlusslicht bleiben?

Ende der Woche ist es soweit: In Bayern beginnen die Sommerferien. Damit ist der Freistaat, zusammen mit Baden Württemberg, wie immer als letztes Bundesland mit dem Ferienbeginn dran. Soll das so bleiben? Machen Sie mit bei unserer Umfrage.

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Bayern und Baden-Württemberg wollen gern an ihrer süddeutschen "Extrawurst" festhalten. Im Süden Deutschlands ist man es gewöhnt, dass die Sommerferien immer Ende Juli/Anfang August beginnen. Dann gibt’s sechs Wochen Ferien, ein paar Wochen Schule, Herbstferien, wieder ein paar Wochen Schule, Weihnachtsferien. Immer der gleiche Ablauf. Die anderen Bundesländer wechseln sich mit dem Beginn ihrer Sommerferien ab.

Regelmäßig setzen sich die Kultusminister der Bundesländer zusammen und stimmen ihre Ferientermine ab. Auch im kommenden Herbst steht dieses Gespräch wieder an. Bis 2024 stehen die Sommerferientermine schon fest. Danach würden einige Bundesländer – Niedersachsen zum Beispiel – gerne etwas ändern.

Sommerferientermine gemeinsam - den Rest länderspezifisch

Üblich ist, dass die Länder gemeinsam die Termine für die Sommerferien festlegen, die übrigen Ferien verteilt jedes Land für sich. Da die Schülerinnen und Schüler in Bayern und Baden-Württemberg zwei Wochen lang Pfingstferien haben, haben die beiden Bundesländer immer argumentiert, dass deshalb ihre Sommerferien so spät beginnen müssen. Schließlich müsse der Zeitraum zwischen den Ferien ausreichend groß sein, um beispielsweise Abschlussprüfungen organisieren zu können.

"Dabei liegen die Sommerferien von Bayern und Baden-Württemberg (Ländergruppe V), die traditionell Pfingstferien haben, auf dem letzten Termin, um einen ausreichenden Lern- und Prüfungszeitraum zwischen Pfingst- und Sommerferien sicherzustellen." Kultusministerkonferenz

Für Bayern sind die Pfingstferien dabei nicht verhandelbar. Gegenüber der Münchner Abendzeitung begründete das Kultusministerium das vor einiger Zeit folgendermaßen: Die schulfreie Zeit sei um wichtige katholische Feiertage Pfingsten und Fronleichnam herum gebaut. "Bayern ist ein Land, das eine starke christliche Prägung hat."

Die Bundesländer sind in fünf Gruppen eingeteilt, die sich im sogenannten "rollierenden System" abwechseln. Das heißt, in einem Jahr beginnen in den Bundesländern der Gruppe I (Brandenburg, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein) die Ferien zuerst, im nächsten Jahr, in der Gruppe II (Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) usw. Bayern und Baden-Württemberg bilden die Gruppe V, die immer als letztes in die Ferien geht.

Bayern will am Status Quo festhalten

Im bayerischen Kultusministerium ist die Bereitschaft, irgendetwas an der bestehenden Regelung zu ändern, äußerst gering. Ein Sprecher sagte dem BR, "Bayern sieht keine Notwendigkeit, seine Position zu verändern".

Vermutlich werden die Gespräche im Herbst deshalb wenig ändern, denn Bildung ist Ländersache und niemand kann Bayern zu einer anderen Ferienregelung zwingen. Für die bayerischen Kinder bedeutet das, dass sie auch in den Jahren 2025 bis 2030 erst wieder gegen Mitte September in die Schulen zurück müssen.

Umfrage: was halten Sie vom späten Ferienbeginn?

Allerdings sind vielleicht gar nicht alle in Bayern für diesen späten Ferienbeginn. Hier können Sie darüber abstimmen: Wie bewerten Sie, dass Bayern als letztes Bundesland in die Sommerferien startet?

Informationen zur Methodik von Civey finden Sie auf Civey.com.

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Zwei Jungen an einem Badesee springen von einem Steg aus ins Wasser.