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Ulmer Krankenschwester soll Frühchen vergiftet haben | BR24

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Eine Krankenschwester der Universitätsklinik Ulm soll Frühchen und Neugeborenen das Schmerzmittel Morphin verabreicht haben.

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Ulmer Krankenschwester soll Frühchen vergiftet haben

Gegen eine Krankenschwester der Uniklinik Ulm ist Haftbefehl wegen versuchten Totschlages beantragt worden. Sie soll fünf Frühchen ein Betäubungsmittel gespritzt haben.

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In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Ulm soll eine Krankenschwester fünf Frühchen durch Verabreichung von Morphium in Lebensgefahr gebracht haben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wurde die Frau nach Hinweisen der Klinik auf verdächtige Rückstände im Urin der Kinder als mutmaßliche Verursacherin ermittelt.

Lebensbedrohliche Atemprobleme

Die Frau wurde festgenommen. Die Ermittler werfen ihr versuchten Totschlag sowie gefährliche Körperverletzung vor. Demnach hatten die in einem Zimmer untergebrachten Frühchen vor fünf Wochen zeitgleich an lebensbedrohlichen Atemproblemen gelitten. Durch den schnellen Einsatz des Krankenhauspersonals wurden die Kinder gerettet. Auch Spätfolgen sind nach der derzeitigen ärztlichen Einschätzung nicht zu erwarten.

Morphium im Urin der Frühchen nachgewiesen

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft vermutete das Krankenhaus nach dem Geschehen zunächst eine Infektion als Ursache. Tests von Urinproben der Babys schlossen das jedoch aus. Die Proben wiesen zugleich Rückstände des starken Schmerzmittels Morphium auf, obwohl zumindest zwei der betroffenen Kinder gar keines erhalten sollten. Daraufhin alarmierte die Leitung vor rund zehn Tagen die Polizei.

Durchsuchung in der Uniklinik Ulm

Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten Beamte am Dienstag (28.1.) unter anderem Spinde von Mitarbeitern, die im fraglichen Zeitraum Dienst auf der Station hatten. Im Schrank einer Krankenschwester fanden sie eine Spritze mit Muttermilch, die ersten Analysen zufolge Morphium enthielt. Daraufhin wurde sie festgenommen.

Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag wollen Polizei und Staatsanwaltschaft weitere Einzelheiten bekannt geben.

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Gegen eine Krankenschwester der Uniklinik Ulm ist Haftbefehl wegen versuchten Totschlags beantragt worden. Sie soll fünf Frühchen ein Betäubungsmittel gespritzt haben.