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"Überwindung der Todesmauer" | BR24

© picture-alliance/dpa

Deutsch-Deutsches Museum in Mödlareuth

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    "Überwindung der Todesmauer"

    Das Deutsche-Deutsche Museum in Mödlareuth zeigt eine neue Sonderausstellung mit dem Titel "Überwindung der Todesmauer". Sie erzählt von den Fluchtversuchen von rund 70.000 DDR-Bürgern, die über die Tschechoslowakei in den Westen wollten.

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    Vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren wählten viele DDR-Bürger den Weg über die Tschechoslowakei und Österreich nach Deutschland. Offenbar erschien ihnen der Umweg leichter und erfolgversprechender als der direkte Weg über die innerdeutsche Grenze, erklärt Museumsleiter Robert Lebegern.

    "Das lag darin begründet, dass ab 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer und der zweiten Ausbaustufe der innerdeutschen Grenze die deutsche Teilung im wahrsten Sinne des Wortes zementiert wurde. Die tschechoslowakischen Grenztruppen bauten dagegen ihre Erdminen und den Starkstrom-Zaun Mitte der 1960er-Jahre wieder ab." Robert Lebegern, Leiter Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

    Dramatische Schicksale

    Zum Teil sind es sehr dramatische Schicksale, von denen die Ausstellung erzählt. So wurde zum Beispiel 1986 ein 19-Jähriger aus Magdeburg nur wenige Meter vor der österreichischen Grenze von Wachhunden der tschechoslowakischen Grenztruppe zu Tode zerfleischt.

    Obwohl dieser Teil des Eisernen Vorhangs seit Mitte der 1960er-Jahre längst nicht mehr so stark abgesichert war wie die innerdeutsche Grenze, starben insgesamt rund 380 Zivilisten bei Fluchtversuchen.

    Weitere Infos zur Sonderausstellung

    Zusammengestellt wurde die Ausstellung "Überwindung der Todesmauer – Die Geschichte des Eisernen Vorhangs in der Tschechoslowakei" vom tschechischen Verein Pamĕt (Erinnerung). Im Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth ist sie bis Juni zu sehen. Geöffnet ist das Museum dienstags bis sonntags von 9.00 bis 18.00 Uhr.