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Besucheransturm im Bayerischen Wald: Nationalpark alarmiert | BR24

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Auch am vergangenen Wochenende waren die Wanderwege und Berggipfel im Bayerwald wieder übervoll - teilweise mussten die Ausflügler auf den Berggipfeln sogar Schlange stehen. In Zeiten von Corona "besorgniserregend", so die Nationalparkverwaltung.

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Besucheransturm im Bayerischen Wald: Nationalpark alarmiert

Auch am vergangenen Wochenende waren die Wanderwege und Berggipfel im Bayerischen Wald wieder übervoll. Teilweise mussten die Ausflügler auf den Berggipfeln sogar Schlange stehen. Die Nationalparkverwaltung appelliert, die Abstandsregeln einzuhalten.

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Von
  • Renate Roßberger
  • BR24 Redaktion

Nachdem auch am Wochenende wieder viele Menschen in den Bayerischen Wald gekommen sind, appelliert die Nationalparkverwaltung jetzt an Wanderer und Ausflügler, auch auf den Berggipfeln und den Wanderwegen die Corona-Abstandsregeln zu beachten.

Schlange stehen auf dem Gipfel

"Wir möchten Euch dringend darum bitten, Rücksicht auf andere zu nehmen", postete die Nationalparkverwaltung am Montag auf Facebook. "Die derzeitige Situation an den Wochenenden ist in Zeiten der Corona-Pandemie besorgniserregend." Am Sonntag sei es auf manchen Berggipfeln teils so voll gewesen, dass es für Besucher schwierig war, die Corona-Hygieneregeln einzuhalten. So sollen Wanderer auf den letzten Metern vor dem Gipfel teilweise Schlange gestanden haben.

Völlig überfüllte Parkplätze

Probleme gab es zudem auf den Hauptparkplätzen im Nationalpark, aber auch bei einigen kleineren Parkplätzen. Sie waren vor allem im Bereich der Berge Lusen und Rachel sowie an den Ausgangspunkten für die Schachtenwanderungen schon am frühen Sonntagvormittag mit Autos "völlig überfüllt", so die Nationalpark-Ranger. Auch da sei es schwierig, die Corona-Regeln einzuhalten. Probleme gab es auch mit Autos, die in Forststraßen oder entlang der Straßen parkten.

Die Nationalparkverwaltung bittet Wanderer außerdem ausdrücklich darum, auf den markierten Wegen zu bleiben, also nicht kreuz und quer durch die Wälder zu laufen - letzteres aus Naturschutzgründen.

© Nationalpark Bayerischer Wald

Autos parken auf einem Forstweg nahe des Parkplatzes Fredenbrücke am Lusen

Leichte Entspannung in anderen Wandergebieten

Voll, aber entspannter als am vorangegangenen Wochenende war es dagegen im Arbergebiet und in einigen anderen beliebten Ausflugszielen im Bayerischen Wald. Die Wanderparkplätze dort waren nicht bis auf den letzten Platz gefüllt und es gab auch keine Verstöße gegen die Corona-Auflagen, die hätten angezeigt werden müssen, hieß es zum Beispiel von den Polizeiinspektionen Regen, Zwiesel und Freyung. So war etwa die Straße zum Wanderparkplatz Rißlochfälle in Bodenmais, die letztes Wochenende abgeriegelt werden musste, diesmal nicht gesperrt.

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