Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Weniger Straftaten, höhere Aufklärung in Oberfranken | BR24

© BR/Kristina Kreutzer

Bekanntgabe der Kriminalstatistik Oberfranken 2018 in Bayreuth: Polizeipräsident Alfons Schieder (re), leit. Kriminaldirektor Harald Osel

Per Mail sharen

    Weniger Straftaten, höhere Aufklärung in Oberfranken

    Oberfranken ist eine ausgesprochen sichere Region – zu diesem Fazit kommt das Polizeipräsidium Oberfranken bei seiner heutigen Präsentation der Kriminalstatistik für 2018. Die Gesamtzahl der Straftaten sei auf niedrigem Niveau.

    Per Mail sharen

    Doch nicht nur die Gesamtzahl der registrierten Straftaten sei auf einem niedrigen Niveau, auch die Aufklärungsquote sei erneut bayernweit die höchste, so Polizeipräsident Alfons Schieder. Dennoch sind die Straftaten in Oberfranken im vergangenen Jahr um zwölf Prozent gestiegen. Insgesamt wurden 54.910 Straftaten registriert.

    Hoher Anstieg an Straftaten in Bamberg

    Dieser Anstieg sei vor allem durch Verstöße gegen das Aufenthalts-, Asyl-, und Freizügigkeitsgesetz insbesondere in den Grenzregionen und in Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünften beeinflusst, heißt es. Das zeige sich auch in der Kriminalitätsentwicklung in Bamberg. Hier sind die Straftaten um 74,3 Prozent gestiegen.

    Höhere Aufklärungsquote

    Außerdem sind im Umfeld des Bamberger Ankerzentrums deutlich mehr politisch motivierte Straftaten von Rechts und Links zu verzeichnen. "Mit 325 Delikten der höchste Stand seit 2009", so Polizeipräsident Schieder. Gleichzeitig ist aber auch hier die Aufklärungsquote angestiegen.

    Mehr "Enkeltricks" und "falsche Polizisten"

    Auffällig außerdem in der Statistik für 2018: Im Bereich des sogenannten Callcenter-Betruges ist eine deutliche Steigerung festzustellen. Über eine Million Euro wurde im vergangen Jahr durch unterschiedliche Betrugsmaschen ergaunert. Mittels des "Enkeltricks", mit Gewinnversprechen und auch durch das Vortäuschen als "falsche Polizeibeamte" haben organisierte Täter von überwiegend älteren Opfern Geld verlangt.

    2018: 25 Prozent weniger Wohnungseinbrüche

    Besonders erfreulich sei hingegen, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche im vergangen Jahr um knapp 25 Prozent gesunken sei. Dies führt die oberfränkische Polizei auch auf zahlreiche Präventionsmaßnahmen zurück "Die Resonanz auf die durchgeführten Aktionen lässt sich als sehr gut beurteilen, es bestand stets ein reges Interesse der Bevölkerung", hieß es.