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Über 400 Polizeieinsätze in Niederbayern | BR24

© zema-medien

Die Bergung eines Lastwagens auf der B8 bei Altfalter/Vilshofen

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    Über 400 Polizeieinsätze in Niederbayern

    Die Polizei in Niederbayern hat innerhalb von 24 Stunden zu über 400 Einsätzen ausrücken müssen. Darunter 80 Unfälle aufgrund von Schnee und Glätte auf den Straßen. Schwierige, langwierige Bergungen und insgesamt 13 leicht Verletzte waren die Folgen.

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    Von
    • Kathrin Unverdorben
    • BR24 Redaktion

    Innerhalb von 24 Stunden hat die Polizei in Niederbayern zu über 400 Einsätzen ausrücken müssen. Wie das Polizeipräsidium mitteilt, gab es aufgrund von Schnee und Glatteis rund 80 Unfälle, bei denen insgesamt 13 Menschen leicht verletzt wurden. Das Winterwetter bleibt uns erstmal erhalten.

    Langwierige Bergungen auf B8 und A93

    Ein Tanklastzug war am Dienstagmorgen auf der A93 zwischen Hausen und Saalhaupt im Landkreis Kelheim umgekippt und hatte dort bis Mitternacht für erhebliche Behinderungen gesorgt. Die Autobahn war laut Polizei erst ab 23.45 Uhr wieder frei befahrbar. Die Bergung war deshalb so langwierig, weil sich während der Unfallaufnahme herausgestellt hatte, dass 21.000 Liter Vinyl-Leim, die im Tank des Lasters waren, zunächst aufwendig abgepumpt werden mussten. Erst dann konnte der Anhänger sicher wieder aufgestellt werden. Insgesamt entstand ein Sachschaden von 110.000 Euro.

    © news5

    Der umgekippte Tanklastzug auf der A93 bei Saalhaupt

    Bis 3 Uhr morgens dauerte ein Einsatz auf der B8 bei Altfalter/Vilshofen im Kreis Passau: Ein mit Holzlatten beladener Sattelzug war auf der Bundesstraße wegen Schneeglätte ins Rutschen gekommen und musste aufwändig aus dem Graben geborgen werden. Zunächst hatte eine Firma die Bergung organisiert, die mit dem schwer beladenen Lkw nicht zurecht kam. Die Polizei brach daraufhin die Aktion ab. In der Nacht übernahmen Fachfirmen aus Passau und Deggendorf die Bergung.

    Beinahe-Zugunglück am Bahnhof Ergoldsbach

    Am Bahnhof in Ergoldsbach im Kreis Landshut wäre es fast zu einem Zugunglück gekommen: Ein Bundesbahn-Mitarbeiter war mit seinem Kleintraktor beim Schneeräumen zu nahe an ein Zuggleis gekommen und wurde von einem einfahrenden Flughafenexpress touchiert. Verletzte gab es nicht und der Zug konnte wenig später weiterfahren, heißt es.

    Schneemobile im Garten

    In Neureichenau im Kreis Freyung-Grafenau haben am Dienstagabend Schneemobil-Fahrer für Ärger gesorgt. Wie die Polizei meldet, hatten sie offenbar einen privaten Garten mit einer Schneepiste verwechselt und fuhren darin herum. Die Hausbesitzerin rief die Polizei, vier Anzeigen folgten.

    Wetteraussichten: erstmal winterlich

    Mittlerweile hat sich das Wetter beruhigt. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet, muss allerdings weiter mit winterlichen Straßenverhältnissen gerechnet werden. Vor allem am Vormittag und ab dem Mittwochnachmittag sind erneut Schneefälle in Niederbayern vorhergesagt. Die Höchstwerte liegen um den Gefrierpunkt.

    Auch morgen schneit es laut DWD bei lebhaftem Wind teils länger anhaltend. Der Schnee geht im Laufe des Tages zunehmend in Regen über, was glatte Straßen zur Folge haben kann.

    Der Freitag wird sehr windig, regnerisch aber relativ mild, bei bis zu 8 Grad.

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