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Über 200 Menschen bei Demo gegen Münchner Sicherheitskonferenz | BR24

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Rund 200 Menschen haben in München gegen die Sicherheitskonferenz demonstriert - gut doppelt so viele, wie eigentlich zugelassen.

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Über 200 Menschen bei Demo gegen Münchner Sicherheitskonferenz

In der Münchner Innenstadt haben am Samstag mehr als 200 Menschen gegen die Münchner Sicherheitskonferenz demonstriert. Zugelassen waren eigentlich nur 100 Personen - die Polizei drückte aber offenbar ein Auge zu.

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Von
  • Manuel Rauch
  • BR24 Redaktion

In der Münchner Innenstadt haben sich am Nachmittag mehr als 200 Menschen versammelt, um gegen die Münchner Sicherheitskonferenz zu demonstrieren. Die Polizei drückte offenbar ein Auge zu: Das Kreisverwaltungsreferat hatte lediglich 100 Teilnehmer zugelassen.

Mit lauter Musik, bunten Schildern, Fahnen und Bannern zogen sie in einem Protestzug durch die Fußgängerzone - vom Marienplatz zum Hotel Bayerischer Hof, wo an diesem Wochenende eigentlich die Münchner Sicherheitskonferenz hätte stattfinden sollen.

Stimmung blieb friedlich

Auf den Schildern waren Slogans wie "Lockdown für Rüstung, Militär und Krieg" oder "Beherbergungsverbot für A-Waffen" zu lesen. Die Stimmung blieb friedlich. Die Demonstrierenden trugen FFP2-Masken und hielten sich größtenteils an die Corona-Abstandsregeln.

Die Münchner Sicherheitskonferenz findet seit 1963 jährlich im Februar in München statt. Auf der Tagung sprechen internationale Vertreter aus Politik, Militär und Wirtschaft sowie Experten für sicherheitsrelevante Themen, über aktuelle Themen der Außen- und Sicherheitspolitik. Die Veranstaltung sorgt alljährlich auch für Gegendemonstrationen.

Biden als erster amtierender US-Präsident auf Sicherheitskonferenz

Bei der diesjährigen Tagung sprach Joe Biden als erster amierender US-Präsident auf einer Münchner Sicherheitskonferenz. Das weltweit bedeutendste Expertentreffen zur Sicherheitspolitik sollte eigentlich drei Tage dauern und im Hotel Bayerischer Hof in München stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie wurde daraus nun eine digitale Veranstaltung, zu der sich die Teilnehmenden per Video zuschalteten. Eine physische Konferenz soll - soweit die Pandemie es zulässt - später im Jahr nachgeholt werden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach sich bei der Veranstaltung für eine stärkere Rolle Europas in der Nato aus. Das bestmögliche Engagement der Europäischen Union in dem Bündnis sei, deutlich mehr Kontrolle über die eigene Sicherheit zu gewinnen.

Johnson: "Amerika zurück als Anführer der freien Welt"

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte die Bedeutung der transatlantischen Zusammenarbeit im Umgang mit China und Russland. "Ein immer selbstbewusster auftretendes China hat 2020 ein robustes Wirtschaftswachstum gezeigt - trotz der Pandemie", sagte sie. Und ein immer widersprüchlicher werdendes Russland verstoße nach wie vor im In- und Ausland gegen internationale Regeln. Es gehe nun darum, dass Europa und die USA wieder "Schulter an Schulter" vorgingen. "Denn wenn wir vorangehen, dann geht es nicht nur darum, Kräfte zu bündeln. Das ist ein Signal an die Welt", sagte von der Leyen.

Der britische Premierminister Boris Johnson äußerte sich geradezu euphorisch über den Machtwechsel im Weißen Haus. "Amerika ist uneingeschränkt zurück als der Anführer der freien Welt. Das ist eine fantastische Sache", sagte er.

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