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U-Bahn-Messerstecher auf der Flucht | BR24

© Polizei München

Der mutmaßliche Messerstecher, aufgenommen von der U-Bahn-Webcam

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    U-Bahn-Messerstecher auf der Flucht

    Die Münchner Polizei fahndet mit Hochdruck nach einem Mann, der Freitagnacht in München-Milbertshofen grundlos einen Mann niedergestochen hat. Weil es Parallelen zum sogenannten Isar-Mord gibt, ist die Polizei besonders hellhörig.

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    "Wir haben eine ähnliche Vorgehensweise, wir haben als Tatwaffe ein Messer und wir haben eine Person ohne eine direkte Vorbeziehung zum Täter. Das sind die Punkte, die ins Auge stechen", sagte Polizeisprecher Markus Ellmeier dem Bayerischen Rundfunk. Aufgrund des Fahndungsaufrufs sind bereits Hinweise eingegangen, die sich auf einzelne konkrete Personen beziehen.

    Opfer und Täter hatten sich an U-Bahnhof kennengelernt

    Der Vorfall in München-Milberthofen geschah in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen 2.30 Uhr. Ein unbekannter Mann hatte plötzlich auf einen 48-Jährigen mit einem Messer eingestochen. Wie die Polizei berichtet, kannten sich Opfer und Täter nicht näher, sie waren offenbar erst an der U-Bahnstation Milberthofen ins Gespräch gekommen und hatten sich anschließend ein Taxi geteilt.

    Kurz darauf setzte der 48-Jährige einen Notruf ab, die Polizei fand ihn verletzt am Abgang zum U-Bahnhof Frankfurter Ring. Der Unbekannte ist etwa 35 Jahre alt, sehr schlank, hat kurze Haare, er war dunkelblau gekleidet. Der 48-jährige Münchner wurde schwer verletzt, ist aber inzwischen außer Lebensgefahr.

    Parallelen zum Isarmord vor vier Jahren werden untersucht

    Ähnlich war auch der Mörder vorgegangen, der am 28. Mai 2013 am Isarufer nahe dem Deutschen Museum einen Mann erstach. Das 31-jährige Opfer war damals zusammen mit seiner Verlobten an der Isar entlang geradelt. Plötzlich stellte sich ihnen ein Mann entgegen und spuckte die Frau an. Als der 31-Jährige den Fremden zur Rede stellte, stach dieser mit einem Messer auf ihn ein.

    Die Spurensicherung konnte am Tatort die DNA des Mörders finden. Sollte demnächst ein Tatverdächtiger im Fall des Messerstechers von Milbershofen gefasst werden, kann eine Speichelprobe klären, ob die DNA mit der des Isarmörders übereinstimmt.