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BR-Chefredakteur Nitsche, CSU-Spitzenkandidat Söder und Grünen-Spitzenkandidat Hartmann beim TV-Duell im BR Fernsehen
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BR-Chefredakteur Nitsche, CSU-Spitzenkandidat Söder und Grünen-Spitzenkandidat Hartmann beim TV-Duell im BR Fernsehen

Bereits beim ersten Thema - Mieten - diskutieren die Spitzenkandidaten direkt miteinander: Grünen-Spitzenkandidat Hartmann beschuldigt die CSU, staatliche Grundstücke höchstbietend zu verkaufen, Söder antwortet mit einem Appell: Beim Thema Wohnungsbau müssten "alle an einem Strang ziehen", dann wird hitzig debattiert.

Hartmann plädiert für sparsamen Flächenverbrauch

Ein passendes Thema im Anschluss: Es geht um den Flächenverbrauch. Grünen-Kandidat Hartmann spricht über die "traumhaften Bilderbuchlandschaften" in Bayern einerseits, denen aber Logistikhallen, LKW-Parkplätze und gesichtslose, Discounter-gesäumte Ortseinfahrten gegenüberstehen. Er betont: Die Grünen wollen den Flächenverbrauch auf fünf Hektar pro Tag begrenzen. Hartmanns Fazit: Flächensparen und intelligentes Bauen sei kein Widerspruch - man müsse "denken, bevor der Bagger kommt". Und Hartmann greift Söder direkt an: Dass es wenige Sozialwohnungen in Bayern gebe, sei direkte Folge von Söders Politik.

Söder spricht von "Verbots- und Anreizkultur"

Söder betont, dass die CSU - "anders als die Grünen" nicht mit Verboten Politik mache: Er spricht von der "Anreizkultur" der Christsozialen und betont, die bayerische Staatsregierung gebe hohe Beträge für die Innenstadtssanierung aus und setze eine Entsiegelungsprämie aus. Und er erklärt: Die versiegelten Flächen in Bayern seien gar nicht so groß - wäre der Freistaat ein Fußballfeld, betrage die versiegelte Fläche die Hälfte des Strafraums.

Reizthema "Windräder"

BR-Chefredakteur Nitsche geht auf das Reizthema "Windräder" ein: Er will von Hartmann eine Aussage zum Abstand der Windräder zu Wohnhäusern haben. Hartmann antwortet nicht gleich zur Abstandsregelung, sondern spricht erst allgemein zur Energiewende und wirft Söder dann vor, er habe mit jener Abstandsregelung der Windkraft in Bayern den Garaus gemacht.

Söder rechtfertigt seinen Plan, neue Mobilfunkmasten aufzustellen und gleichzeitig gegen Windräder einzutreten: Mobilfunkmasten seien nicht so wuchtig wie Windräder, und zudem sei Bayern führend in der Ökoenergie. Aber Bayern sei kein Windland. Er respektiere das Argument Hartmanns, dass das Landschaftsbild erhalten werden müsse, und deshalb dürften nicht überall Windräder aufgebaut werden.

Zustand der Großen Koalition

Auch die GroKo-Krise kommt zur Sprache im TV-Duell. Söder gibt sich gelassen und nutzt die Krise, um die Stärke Bayerns zu betonen: Diese fuße auch darauf, dass man sich im Freistaat nicht ständig herumstreiten müsse. Hartmann hält dagegen: Der CSU-Vorsitzende Seehofer sei schließlich verantwortlich für das Chaos in Berlin.