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Ministerpräsident Markus Söder und Grünen-Spitzenkandidat Ludwig Hartmann
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Ministerpräsident Markus Söder und Grünen-Spitzenkandidat Ludwig Hartmann

BR-Chefredakteur Christian Nitsche empfing die Kandidaten in der Münchner Gaszählerwerkstatt. Ministerpräsident Markus Söder kam eine dreiviertel Stunde vor Beginn des Duells mit dem Auto – aus Sicherheitsgründen. Kurz dahinter spazierte Grünen-Spitzenkandidat Ludwig Hartmann von der U-Bahn zum Fernseh-Studio.

Hat die Mietpreisbremse versagt?

Und gleich zu Beginn geht es um ein Thema, das zumindest den Menschen in den Ballungsräumen unter den Nägeln brennt: bezahlbares Wohnen.

Zunächst scheinen sich die beiden Kandidaten fast einig zu sein. Die Mietpreisbremse des Bundes halten weder Söder noch Hartmann für einen großen Erfolg. Beide sehen nur ein Mittel gegen die steigenden Mieten: Es müssen dringend neue Wohnungen entstehen. Damit haben die Gemeinsamkeiten aber auch schon ein Ende.

Miet- oder Eigentumswohnungen?

Hartmann ist sich sicher: wenn sich eine Alleinerziehende oder ein Polizist eine Wohnung in München auch in Zukunft noch leisten können soll, dann nur über den Mietwohnungbau.

"Eigentumswohnungen, die in München entstehen – das wird doch an der Realität der Menschen vorbei gebaut. Eine neue Eigentumswohnung am Nockerberg in München: das kann sich doch ein Normalsterblicher gar nicht leisten.“ Ludwig Hartmann, Grünen-Spitzenkandidat

Ministerpräsident Söder hält dagegen: Eigentum zu schaffen sei wichtig.

"Wir haben in Deutschland eine niedrigere Eigentumsquote als südliche Länder in Europa.“ Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident

Mit Baukindergeld und Eigenheimzulage will Söder daran etwas ändern. Hartmann überzeugt das nicht. Doch während er dem Freistaat vorwirft, Grundstücke höchstbietend zu verkaufen verweist Söder auf die rot-grüne Wohnungspolitik in der Landeshauptstadt.

Sollte es nach der Wahl zu einer schwarz-grünen Koalition kommen - beim Thema Wohnungsbau dürften es längere Verhandlungen werden.