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TÜV Rheinland in Nürnberg prüft Spielzeug auf Herz und Nieren | BR24

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Auch in diesem Jahr testet der TÜV in Nürnberg Spielzeug auf seine Sicherheit. Hier wird geprüft, was Spielzeuge aushalten und ob sie verschluckbare Teile enthalten.

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TÜV Rheinland in Nürnberg prüft Spielzeug auf Herz und Nieren

Sind die Spielzeuge, mit denen unsere Kinder spielen, auch wirklich sicher? Das prüft der TÜV Rheinland in seiner Nürnberger Zweigstelle. Vor Weihnachten herrscht in den Prüflabors Hochkonjunktur.

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Von
  • Patricia Reichel

Wie schnell fängt ein Stofftier Feuer, wie viel Gift steckt in seinem Fell und wie fest müssen Kleinteile an Spielzeug verbaut sein? Die Nürnberger Zweigstelle des TÜV Rheinland überprüft vor Weihnachten verstärkt Kinderspielzeug auf Qualitätsmängel. In mechanischen Tests wird z.B. an Augen oder Nasen von Plüschtieren ein Zug von 90 Newton ausgeübt, das entspricht etwa neun Kilogramm. Halten diese sogenannten verschluckbaren Kleinteile dem Zug stand, gelten sie als sicher.

Kinderohren müssen vor zu lautem Spielzeug geschützt werden

Wichtig bei Kinderspielzeug sei auch ein Akustik-Test, erläutert Reiner Weiskirchen, Pressesprecher des TÜV Rheinland. Spieluhren, Musikboxen und Plastik-Handys für die Kleinsten seien oft viel zu laut. Viele der getesteten Spielsachen liegen mit 73 Dezibel über dem erlaubten Grenzwert von 65 Dezibel und sind für Baby- und Kinderohren schädlich.

TÜV Rheinland prüft jedes Jahr über 100.000 Spielzeuge

Über 100.000 Einzelprüfungen machen die Nürnberger Testlabors des TÜV Rheinland jedes Jahr. Händler, Hersteller aber auch Behörden und Verbraucherschutzorganisationen erteilen dazu den Auftrag. Wer den Test besteht, bekommt ein Zertifikat, mit dem er werben kann.

Beim Spielzeugkauf auf Sinne und Prüfsiegel verlassen

Wenn Eltern vor Weihnachten Spielzeug für ihre Kinder einkaufen, rät Pressesprecher Weiskirchen dazu, sich auf seine Sinne zu verlassen. Spontankäufe im Internet seien nicht sinnvoll, es sei denn, die Quelle ist bekannt und vertrauenswürdig. Besser sei es, im Laden die Spielzeuge genau anzuschauen und auch mal an ihnen zu schnuppern.

"Nehmen sie das Spielzeug in die Hand, tasten sie nach scharfen Ecken und Kanten. Wenn Spielzeug auffällig riecht, ist Vorsicht angebracht." Rainer Weiskirchen, TÜV Rheinland

Außerdem rät der TÜV Rheinland, auf die Zertifizierung von Spielzeug zu achten. Mit dem CE-Kennzeichen erklärt ein Hersteller selbst, dass sein Produkt die in der EU geltenden Vorschriften einhält. Dies ist aber kein unabhängiges Prüfzeichen. Das Prüfsiegel des TÜV, etwa mit der Aufschrift "TÜV Rheinland zertifiziert" gehe da bei den Standards deutlich weiter, so Weiskirchen.

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