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TU und LMU: Weitere sieben Jahre "Exzellenzuniversitäten" | BR24

© dpa-Bildfunk/Andreas Gebert

TU und LMU bleiben Exzellenz-Unis

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TU und LMU: Weitere sieben Jahre "Exzellenzuniversitäten"

17 Universitäten und zwei Hochschulverbünde hatten sich um die millionenschwere Förderung beworben. Elf haben den Exzellenz-Status bekommen. Die Uni Köln ist nicht mehr mit dabei.

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Ruhm, Ehre und Millionen an Fördergeldern: Die Sieger in der Entscheidung der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern stehen fest. Teil des Eliteclubs sind zum einen die Aufsteiger Uni Bonn, Uni Hamburg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Als Titelverteidiger dabei geblieben sind die Unis Heidelberg, Tübingen und Konstanz, die TU und LMU aus München, sowie die TU Dresden und die RWTH Aachen. Abgestiegen ist die Uni Köln. Die Universität Bremen, die 2012 noch den Exzellenz-Status erhielt, flog dieses Jahr schon in der Vorauswahl raus.

Münchner Universitäten TU und LMU zum dritten Mal dabei

Die beiden Münchner Universitäten TU und LMU sind jetzt seit 2006 zum dritten Mal Exzellenzuniversitäten. Die TU nutzte das Geld zum Beispiel, um Kontaktbüros an wichtigen Wissenschaftsstandorten in aller Welt zu eröffnen.

148 Millionen Euro jährlich für Exzellenz-Unis

Ab November dieses Jahres sollen die neuen Fördergelder fließen. Das sind rund 148 Millionen Euro im Jahr, die die elf Elite-Universitäten unter sich aufteilen. 75 Prozent der Mittel stammen vom Bund, 25 Prozent vom jeweiligen Land, in dem sich die Exzellenzuni befindet. Die ausgewählten Universitäten oder Universitätsverbünde bekommen davon jeweils zehn bis maximal 28 Millionen Euro.

Voraussetzung für die Bewerbung war das erfolgreiche Einwerben von mindestens zwei sogenannten Exzellenz-Clustern, bei Universitätsverbünden mindestens drei. Hiermit werden international wettbewerbsfähige Forschungsfelder finanziell gefördert. Im aufwendigen Bewerbungsverfahren müssen Hochschulen genau nachweisen, wie sie das Geld aus der Förderung ausgeben wollen.

Deutsche Unis konkurrenzfähig machen

Die Idee, die besten deutschen Universitäten auszuzeichnen und mit einem Millionen-Programm zu fördern, stammt von der ehemaligen Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD). Mit der Förderung wollte sie deutsche Universitäten mit der internationalen Riege der Elite-Unis konkurrenzfähig machen. Sie sollen wie etwa die Universitäten Harvard oder Oxford zu internationalen Markennamen für Exzellenz werden.

Zum ersten Mal erhielten Universitäten 2006 den Exzellenz-Status, noch unter dem Banner der "Exzellenzinitiative". Seit Januar 2019 wird die Förderung als Exzellenzstrategie weitergeführt

Zwei-Klassen-Hochschullandschaft

Studierendenvertreter und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisieren die Exzellenzstrategie. Sie bemängeln, dass die Extra-Mittel für nur elf Universitäten eine Zwei-Klassen-Hochschullandschaft schaffen. Während es für wenige Universitäten zusätzliche Millionen gebe, müsse der Rest mit finanziellen Engpässen kämpfen. Die Befürworter sehen die neue Konkurrenz zwischen den Unis positiv. So müssten sich alle Hochschulen mehr ins Zeug legen, und Deutschland werde für Top-Forscher aus aller Welt attraktiver.

Die Entscheidung für die elf Exzellenzuniversitäten wird für die deutsche Forschungslandschaft lange prägend sein. Denn den Elite-Status behalten die Unis für mindestens sieben Jahre. Zwar findet alle sieben Jahre eine Evaluation statt, ob die Elite-Unis die Voraussetzungen für die Förderung noch erfüllen. Aber: Nur wenn eine Universität die Qualität nachweislich nicht halten kann, fällt sie aus der Förderung.

© BR

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