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Viele tschechische Pendler dürfen wegen der verschärften Einreisebestimmungen in der neuen Woche nicht mehr zu ihrer Arbeit nach Bayern fahren.

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    Tschechische Pendler: Landrat Löffler will nur wenige Ausnahmen

    Viele tschechische Pendler dürfen wegen der verschärften Einreisebestimmungen in der neuen Woche nicht mehr zu ihrer Arbeit nach Bayern fahren. Chams Landrat Löffler zufolge wird es Ausnahmen für Pfleger aber auch für Molkerei-Mitarbeiter geben.

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    Von
    • Renate Rossberger

    Bis spätestens Dienstag müssen die bayerischen Landkreise an der tschechischen Grenze entscheiden, welche Grenzpendler trotz des weitgehenden Einreiseverbots weiterhin zu ihren Arbeitsstellen auf deutscher Seite fahren dürfen. Nach Angaben des Chamer Landrats Franz Löffler (CSU) werde man sich dabei an eine EU-Leitlinie aus dem Märtz 2020 halten.

    Aufgeführt sind dort zum Beispiel Berufe im Gesundheitswesen, Betreuungspersonal für Kinder und ältere Menschen, Beschäftigte in der Lebensmittelbranche und Personal in Versorgungsunternehmen. Außerdem genannt sind zum Beispiel Techniker, die mit der Installation lebenswichtiger Medizinprodukte betraut sind.

    Löffler will "genau hinschauen"

    Löffler sagte, man werde da aber "schon genau hinschauen, um das Ziel, Infektionseinträge zu minimieren, nicht aus den Augen zu verlieren". Es werde also nicht so viele Ausnahmen für tschechische Tagespendler geben.

    Keine Ausnahme für Autoindustrie

    Als Beispiel, wem man die Einreise erlauben wird, nannte Löffler unter anderem die Beschäftigen der Molkerei Goldsteig in Cham und die Sanakliniken mit ihrem medizinischen und pflegerischen Personal. Denkbar wäre auch, so Löffler, eine Erlaubnis für Elektronikdienstleister, die medizinische Geräte herstellen. Keine Ausnahmegenehmigung werde es aber zum Beispiel für den Automobilbereich geben.

    11.000 Pendler fahren in die Oberpfalz

    Im Landkreis Cham haben rund 4.500 Pendler aus Tschechien einen Job, so viele wie in keinem anderen bayerischen Landkreis. In der gesamten Oberpfalz gibt es etwas mehr als 11.000 Pendler aus Tschechien. Wie viele der Pendler im Landkreis Cham weiter einreisen dürfen, konnte Löffler am Sonntag noch nicht abschätzen.

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