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Tschechiens Regierungschef gegen schnelle Grenzöffnung | BR24

© picture alliance/Michal Krumphanzl/CTK/dpa

Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babis

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    Tschechiens Regierungschef gegen schnelle Grenzöffnung

    Auch wenn die Forderungen lauter werden, die Grenze zwischen Bayern und Tschechien bald wieder zu öffnen, ist nicht mit einer schnellen Entscheidung zu rechnen. Das machte Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babis jetzt deutlich.

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    • BR24 Redaktion

    Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis steht einer baldigen Öffnung der Grenze für deutsche Reisende zurückhaltend gegenüber.

    Babis hält Situation in Deutschland für "nicht ideal"

    Einer tschechischen Zeitung sagte er jetzt, dass er auf beidseitige Grenzöffnungen zu Österreich und der Slowakei im Juni setze. Die Situation in der Coronavirus-Pandemie sei in Deutschland - insbesondere in Bayern – hingegen "nicht ideal". Deswegen habe man in Tschechien "Probleme" in der Grenzregion um Cheb und Domazlice.

    Strikte Beschränkungen beim Grenzverkehr

    Für Ausländer gilt derzeit ein weitgehender Einreisestopp nach Tschechien. Es gibt allerdings Ausnahmen, zum Beispiel für Pendler und Lkw-Fahrer. Tschechische Bürgerinnen und Bürger dürfen seit kurzem grundsätzlich wieder ausreisen, wenn sie bei ihrer Rückkehr einen negativen Coronavirus-Test vorlegen oder eine 14-tägige häusliche Quarantäne antreten.

    Wirtschaft für Grenzöffnung

    Gestern erst hatten unter anderem die Industrie- und Handelskammern von Niederbayern und der Oberpfalz, die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz sowie die Wirtschaftskammern in Pilsen und Südböhmen eine schnelle Öffnung der Grenze gefordert. Angesichts der eng verflochtenen Wirtschaftsstrukturen summierten sich gerade in der Grenzregion, die vom grenzübergreifenden Waren- und Dienstleistungsverkehr lebt, die Verluste, die aus ruhender Produktion und unterbundenen Dienstleistungen resultierten, hieß es unter anderem.