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Tschechien gilt ab Sonntag nicht mehr als Virusvariantengebiet, sondern "nur" noch als Hochinzidenzgebiet.

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    Tschechien kein Virusvariantengebiet mehr – Einreise erleichtert

    Das Robert-Koch-Institut stuft Tschechien seit heute Nacht nicht mehr als Virusvariantengebiet ein. Mit einer Inzidenz von mehr als 500 bleibt das Nachbarland aber "Hochinzidenzgebiet". Dennoch: Die Einreise wird zum Teil erleichtert.

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    Von
    • Anja Bischof
    • BR24 Redaktion

    Ab heute wird die Einreise aus Tschechien nach Bayern unter bestimmten Voraussetzungen wieder für alle Grenzpendler und -gänger möglich sein. Hintergrund: Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft Tschechien seit Freitag nicht mehr als Virusvariantengebiet ein. Damit fällt die Grundlage für bestimmte bestehende Einreisebeschränkungen weg. Tschechien überschreitet aber mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 500 weiterhin die für ein Hochinzidenzgebiet relevante Marke von 200.

    Das bayerische Gesundheitsministerium sagte der Deutschen Presseagentur (dpa), die Auswirkungen der neuen Einstufung auf die geltenden Regeln würden nun überprüft. Derzeit gibt es Grenzkontrollen an den Übergängen von Tschechien nach Bayern. Die IHK für Oberfranken schreibt in einer Pressemitteilung, das faktische Einreiseverbot aus Tschechien sei aufgehoben. Der Grenzübertritt für Pendler und LKW-Fahrer werde mit der neuen Einstufung einfacher, auch wenn der Aufwand hoch bleibe.

    Einreiseregeln gelten auch nach Rückstufung rückwirkend

    Viele Einreisende müssen noch verschärfte Quarantäne-, Test- und Anmeldepflichten erfüllen. Entscheidend sei, ob man sich in den vergangenen zehn Tagen in einem Virusvariantengebiet aufgehalten habe, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Dies gelte auch, wenn das Gebiet zwischenzeitlich zurückgestuft worden sei, wie dies für Tschechien und auch Tirol mit Wirkung ab Sonntag 0.00 Uhr gilt. Bei Einreisenden, die in den vergangenen zehn Tagen in einem Virusvariantengebiet waren, ist die Quarantäne mit 14 Tagen länger. Zudem können sie sich nicht fünf Tage nach Einreise freitesten.

    Negativer Corona-Test bei Einreise

    Wer die Grenze übertrete, müsse bereits bei der Einreise über einen negativen Coronatest verfügen und ihn der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde innerhalb von 24 Stunden vorlegen. Die Abstrichnahme dürfe höchstens zwei Tage zurückliegen. Zur Frage, ob es weiter Grenzkontrollen geben wird, verwies das bayerische Ministerium auf den Bund.

    Unterdessen hat Tschechien am Freitag den Corona-Notstand um zwei weitere Wochen bis zum 11. April verlängert. In Tschechien darf man seinen Wohnbezirk - vergleichbar einem Landkreis - derzeit nur in Ausnahmefällen verlassen.

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