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Truppenübungsplatz Grafenwöhr: 700 Zivilbeschäftigte im Ausstand | BR24

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Die deutschen Zivilbeschäftigten der US-Armee auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr sind für mehr Lohn auf die Straße gegangen. In Bayern gibt es aktuell rund 2.500 Zivilbeschäftigte bei den Amerikanern.

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Truppenübungsplatz Grafenwöhr: 700 Zivilbeschäftigte im Ausstand

Die deutschen Zivilbeschäftigten der US-Armee auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr sind für mehr Lohn auf die Straße gegangen. Zu dem Warnstreik aufgerufen hatte die Gewerkschaft Verdi.

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Rund 700 Zivilbeschäftigte auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr haben am Mittwoch gestreikt. Am Morgen zogen sie in einem Demonstrationszug vom Tor 3 in Grafenwöhr zur Stadthalle, wo anschließend eine Kundgebung stattfand.

Verdi verlangt sechs Prozent mehr Lohn

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die etwa deutschen 2.500 Zivilbeschäftigten der US-Armee in Bayern sechs Prozent mehr Lohn und zeitgleich keine Löhne mehr unter 2.000 Euro. Die Tarife müssen laut Verdi-Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner jedes Jahr neu ausgehandelt werden. Dabei spiele auch der US-Verteidigungshaushalt eine große Rolle - und was US-Präsident Donald Trump plane.

Klagen über Mehrbelastung

Auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr und in Hohenfels gibt es Verdi zufolge derzeit viele offene Stellen, was zu Mehrbelastung bei den Beschäftigten führe. Die Arbeitsverdichtung nehme ständig zu, so Gröbner. Höhere Gehälter und auch höhere Einstiegslöhne sollen Handwerker und Dienstleister zur US-Armee locken. Bislang verdienen diese zum Teil außerhalb des Truppenübungsplatzes mehr.

Nächste Verhandlungsrunde steht an

Am 18. und 19. November wird in Berlin in der dritten Runde weiter verhandelt. Die Arbeitgeberseite spiele auf Zeit, bemängelt Verdi-Mann Gröbner. Verhandelt wird mit dem Bund, der sich die Zahlungen an die Zivilbeschäftigten dann von der US-Armee oder anderen Stationierungsstreitkräften zurückholt.

In Bayern gibt es aktuell rund 2.500 Zivilbeschäftigte bei der US-Armee an den Standorten Vilseck, Grafenwöhr, Hohenfels, Ansbach, Garmisch-Partenkirchen und Sonthofen/Oberstdorf. Sie decken die komplette Bandbreite an Berufen ab, von Handwerkern bis zu Dienstleistern. Insgesamt betreffen die Tarifverhandlungen in Deutschland etwa 13.000 Zivilbeschäftigte bei verschiedenen Stationierungsstreitkräften.

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Die deutschen Zivilbeschäftigten der US-Armee auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr haben mit einem Demonstrationszug unter anderem Forderungen nach mehr Lohn unterstrichen. Zu dem Warnstreik aufgerufen hatte die Gewerkschaft Verdi.