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Truppenabzugspläne: Söder kritisiert Trump | BR24

© picture alliance/dpa

US-Soldaten auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes in Grafenwöhr

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    Truppenabzugspläne: Söder kritisiert Trump

    Bayerns Ministerpräsident Söder hat den amerikanischen Präsident Trump kritisiert. Dieser hatte angekündigt, US-Soldaten aus Deutschland abzuziehen.

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    Nachdem der amerikanische Präsident Trump einmal mehr den Abzug von US-Soldaten aus Deutschland angekündigt hat, hat sich sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder deutlich vom US-Präsidenten abgegrenzt. Trump hatte den Abzug mehrerer tausend Truppen als Strafe für die seiner Ansicht nach zu geringen Verteidigungsausgaben seitens Deutschlands dargestellt. Ein Drittel aller Soldaten soll deswegen abrücken.

    Söder: "Respekt ist keine Einbahnstraße"

    Söder sagte am Montag bei der Wiedereröffnung des umgebauten Amerikahauses in München, die Nato sei eine Wertegemeinschaft und kein Dienstleistungsvertrag. "Respekt ist keine Einbahnstraße" so Söder. Für Bayern hofft er, dass "so wenig Soldaten wie möglich abgezogen werden". Die US-Soldaten sollten sich hier weiterhin wohl fühlen.

    Bisher 15.000 Soldaten in der Oberpfalz

    Rund 15.000 Soldaten sind derzeit in der Oberpfalz stationiert. Etwa 3.300 Oberpfälzer arbeiten als zivile Beschäftigte auf den US-Truppenübungsplätzen.

    Sorge um deutsche Arbeitsplätze

    Grafenwöhr ist dabei mit rund 13.000 US-Soldaten der größte Truppenübungsplatz in Bayern. Als Reaktion auf die von Trump Mitte Juni angekündigten Truppenrückzugspläne hatte Landrat Andreas Meier (CSU) aus Neustadt/Waldnaab sich einerseits besorgt um die vielen Arbeitsplätze für Deutsche auf dem Übungsplatz gezeigt.

    Zusätzliche Stationierung von Truppen in Grafenwöhr

    Meier geht aber ebenso davon aus, dass der Standort Grafenwöhr auch weiterhin eine wichtige und tragende Rolle für die US-Armee spielen wird. 2018 wurde in Grafenwöhr eine Brigade neu aufgestellt, die in der Armee lange deaktiviert war. Damit verbunden ist die Stationierung von 1.500 zusätzlichen Soldaten, die im Herbst abgeschlossen sein soll.

    Zur US-Garnison Bavaria gehören neben Grafenwöhr auch die Standorte Vilseck, Hohenfels und Garmisch. Zusammen mit den Familien der Soldaten sind es rund 40.000 Amerikaner, die in der Oberpfalz leben.

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