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In Schwaben hat der Fasching angefangen - allerdings nur digital | BR24

© BR/Viktoria Wagensommer und Tommi Stottrop

Das Paar links ist das Prinzenpaar, der Zirkusdirektor Dieter Schetz und seine Frau Brigitte und das Paar rechts sind der Präsident des Kemptener Faschingsvereins Richard Brunner und seine Frau Regina

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In Schwaben hat der Fasching angefangen - allerdings nur digital

Normalerweise startet am 11. November die Faschingssaison, doch das Coronavirus stoppt das närrische Treiben. Viele Veranstaltungen sind abgesagt, auch das Tanz-Training der Vereine fällt aus. Aber in Kempten wird wenigstens digital gefeiert.

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  • Viktoria Wagensommer
  • Anna Klein
  • Veronika Scheidl

Ausgelassene Stimmung, geschminkte Gesichter und volle Hallen: So sah der Fasching noch vor zehn Monaten aus, und eigentlich hätte am 11. November pünktlich um 11.11 Uhr die Saison 2021 beginnen sollen. Doch im Corona-Jahr ist an Veranstaltungen mit Menschenmassen nicht zu denken.

Faschings-Veranstaltungen fallen aus

Deshalb reagieren viele Faschingsvereine mit Absagen, zum Beispiel auch im Landkreis Günzburg. Der Kötzer Narrenclub hatte schon im Oktober alle Bälle und Umzüge in der Region abgesagt.

Neben den öffentlichen Veranstaltungen leidet auch das Vereinsleben der Närrinnen und Narren unter den Beschränkungen: Auch wenn es keine Aufführungen gibt, hätte die Faschingsgesellschaft Knoronia aus Unterknöringen zum Beispiel gerne ihr Tanz-Training für die Kinder im Winter abgehalten, sagte Knoronia-Präsidentin Monika Riß.

Hoffnung auf Entspannung bis Februar

Doch weil das Vereinsheim nicht groß genug ist und die aktuellen Beschränkungen keinen Gruppensport erlauben, muss das Tanz-Training ausfallen. Einen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch, sagt Riß: "Wenn sich die Lage bis zum Februar entspannt, möchten wir mit einer kleinen Narren-Gruppe durch die Straßen ziehen um zu zeigen: Wir sind noch da."

Digitaler Faschingsauftakt in Kempten

Der Faschingsverein in Kempten hat den Faschingsauftakt ins Digitale verlegt: Die rund fünfzig Mitglieder des Faschingsvereins können sich dazu in einen Livestream einwählen. Zu sehen sind bei der Videoübertragung nur das Prinzenpaar, das im echten Leben ein Ehepaar ist, der Präsident des Faschingsvereins und dessen Frau. Es sind also, genau wie während des Teil-Lockdowns im Moment erlaubt, nur zwei Haushalte anwesend.

Stattfinden wird die Live-Übertragung auf dem Bauernhof des diesjährigen Prinzenpaars. Und damit die Eröffnung des Faschings auch ohne Oberbürgermeister, Rathaus und Publikum feierlich wird, gibt es Musik. "Man muss einfach flexibel sein in solchen Zeiten", sagt Richard Brunner, der Präsident des Faschingsvereins.

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