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#trotzdemjetzt: Streamingkonzert in Ingolstadt | BR24

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Alle Berührungsängste und Vorbehalte fallen: Unter dem Titel #trotzdemjetzt präsentieren sich am Abend des 22. Mai über 80 Musiker aller Genres gemeinsam. Es zeigt sich die ganze Vielfalt der Musikszene in der Region Ingolstadt.

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#trotzdemjetzt: Streamingkonzert in Ingolstadt

Lady Gaga, Elton John und die Rolling Stones haben es im April vorgemacht. Nun organisiert auch Ingolstadt in der Corona-Zeit ein Streamingkonzert. Nach Einschätzung der Organisatoren wird es das größte regionale Event dieser Art in Bayern.

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Noch nie hat sich die regionale Musikszene in ihrer ganzen Vielfalt gezeigt. Doch nun fallen alle Berührungsängste und Vorbehalte. Unter dem Titel #trotzdemjetzt präsentieren sich am Abend des 22. Mai über 80 Musiker aller Genres gemeinsam: Ab 19 Uhr wechseln sich im Streaming-Format Klassik und Pop, Rock, Volksmusik und Jazz ab. An dem digitalen Event beteiligen sich auch Musiker des Bayerischen Rundfunks.

Künstler erhalten Honorar

Das Livestream-Festival soll der Ingolstädter Kulturszene in den schweren Zeiten der Pandemie eine neue Bühne und Hoffnung geben. Das wünschen sich die Organisatoren, die Gemeinnützige Ingolstädter Veranstaltungs-GmbH und die Lokalzeitung "Donaukurier". Zum Ausdruck gebracht werden soll die Wertschätzung für die Ingolstädter Kulturszene. "Deswegen erhalten alle Künstlerinnen und Künstlern ein angemessenes Honorar“, erklärt der neue Ingolstädter Oberbürgermeister Christian Scharpf. Der begeisterte Hobbymusiker beteiligt sich als Klarinettist in einer Volksmusik-Gruppe an #trotzdemjetzt, verzichtet aber selbst auf sein Honorar.

Viele Bühnen ohne Publikum

Anders als beim internationalen Streamingfestival „One World: Together at Home" von Lady Gaga spielen bei #trotzdemjetzt die Musiker nicht alle aus der eigenen Wohnung. Stattdessen werden auch viele Bühnen der Stadt belebt, wenn auch nur von den Musikern und Technikern. Gestreamt wird unter anderem aus dem Festsaal des Stadttheaters, dem Kulturzentrum Neun und der Kleinkunstbühne Neue Welt. Publikum gibt es aufgrund der Corona-Regeln jedoch nicht.

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© Susanne Pfaller/BR

Der Ingolstädter Oberbürgermeister Christian Scharpf hat das Konzert mitorganisiert und spielt auch selbst mit

Alle Genres ohne Berührungsangst

Den Feuilletonisten und Initiator von #trotzdemjetzt Jesko Schulze-Reimpell begeistert, dass für das Festival erstmals die gesamte Musikszene gemeinsam aktiv auf einer Plattform auftritt. Ohne hierarchische Wertung treten nahezu alle Genres in einer Veranstaltung auf. Da spielen zum Beispiel das Volksmusik-Ensemble Schutter Neun, das Georgische Kammerorchester Ingolstadt und die Hardrockband Bonfire kurz nacheinander.

Tubaspieler moderiert

Moderiert wird das Streaming-Festival von Andreas Hofmeir. Der gebürtige Geisenfelder ist Kabarettist, Musikprofessor am Salzburger Mozarteum und einer der bekanntesten Tubisten im deutschsprachigen Raum. Er ist Gründungsmitglied der bayerischen Kult-Band LaBrassBanda und hat das Scharfrichterbeil gewonnen.

Lange Liste an Zusagen

Viele Musiker wollen bei dem Streamingkonzert auftreten. Es spielen die Volksmusiker Göltnschmierer, der Kirchenmusiker und Organist Franz Hauk, die Pianistin und Stadträtin Agnes Krumwiede. Max Rogue und seine Band lassen die 60er und 70er Jahre wiederaufleben mit Funk, Soul und Blues. Zu hören und zu sehen sind desweiteren Mitglieder des Stadttheaters Ingolstadt, das Musikduo Rosvitha Radikal, die Band Pam Pam Ida, der in Ingolstadt lebende, armenische Pianist Vardan Mamikonian und viele mehr.

BR-Musiker streamen mit

An dem digitalen Event beteiligen sich vier Mitglieder des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Sie wollten einen Beitrag zu den Audi-Sommerkonzerten leisten und ein Wohnzimmerkonzert bei Menschen in Ingolstadt spielen. Doch dieser analoge Auftritt scheitert an Corona. Nun teilen Anne Schoenholz (Violine), Andrea Kim (Violine), Nicola Birkhan (Viola) und Katharina Jäckle (Violoncello) bei #trotzdemjetzt im Stream einen Streichquartett-Satz aus einem der frühen Beethovenquartette.

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