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Weil es in Baden-Württemberg auch erlaubt ist: Skiliftbetreiber im Allgäu will wieder öffnen

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    Trotz Verbots: Allgäuer Liftbetreiber will öffnen

    Einem Skilift-Betreiber im Oberallgäu reicht es: Während die Kollegen im angrenzenden Baden-Württemberg Lifte stundenweise vermieten, muss sein Lift stillstehen. Er findet das ungerecht - und möchte seinen Lift wieder starten.

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    Von
    • Susanne Hofmann

    Ein Skilift-Betreiber im Allgäu will entgegen des wegen Corona geltenden Liftverbots seinen Betrieb wieder aufnehmen. Der BR berichtete. Er habe ein Rechtsgutachten erstellen lassen, das zum Schluss komme, dass man ihm den Liftbetrieb nicht verbieten dürfe, sagt Rudi Holzberger, Betreiber des Skilifts Gohrersberg im Kreuzthal, Landkreis Oberallgäu. Das Gutachten hat er ans bayerische Gesundheitsministerium geschickt, das bislang am Verbot für Skilifte festhält.

    Freizeitaktivitäten dürfen wegen Corona nicht angeboten werden

    Skilifte gelten in Bayern als Seilbahnen und deren Betrieb ist nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung untersagt, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage klarstellte. Auch bei Nutzung nur durch einen Hausstand erfolge der Liftbetrieb wohl zum Skifahren und Rodeln - und damit zum Zwecke der Freizeitaktivitäten, eventuell auch zu touristischen Zwecken. Freizeitaktivitäten dürften derzeit gewerblich auch unter freiem Himmel nicht angeboten werden. Bei Verstößen sind Geldbußen bis zu 25.000 Euro möglich.

    Für einzelne Haushalte öffnen

    Der Allgäuer möchte seine Piste und die Fahrten mit dem Schlepplift in den kommenden Tagen dennoch wieder stündlich an Familien vermieten. Das hat Holzberger demnach bereits zuvor getan, doch der Landkreis Oberallgäu habe das unterbunden. Sogar ihm selbst als Eigentümer habe das Landratsamt Oberallgäu die Nutzung des Skilifts untersagt, schreibt er auf seiner Internetseite. Diese Entscheidung nennt er "eindeutig grundgesetzwidrig".

    Sein Hang im Kreuzthal, direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg, sei klar abgetrennt für die Rodler auf der einen Seite und für Skifahrer auf der anderen. Ein Kontakt sei nicht möglich, fahren dürfe immer nur ein Haushalt sowie eine weitere Person. Alles sei im Rahmen der geltenden Corona-Regeln gehalten.

    Betreiber prüft Regressansprüche gegen den Freistaat

    Holzberger hat nach eigenen Aussagen in ein Hygiene-Konzept investiert. Sollte das Verbot weiter gelten, entgingen ihm Einnahmen. Er prüfe Regressansprüche gegen das Land Bayern für seine bisherigen Ausfälle. Das Vorgehen in Bayern komme ihm zunehmend willkürlich vor. Auf seiner Internetseite schreibt er, die Ungleichbehandlung von Liftbetreibern in Baden-Württemberg und Bayern sei himmelschreiend. Als "Gipfel des Schwachsinns" beschreibt der Unternehmer, dass zwar massenhaft Rodler, Schneeschuhläufer und Skitourengeher seine präparierte Piste nutzen dürften, "eine Familie sorgsam getrennt am Skilift aber eine große Gefahr in Sachen Corona darstelle".

    Unterschiedliche Regelungen diesseits und jenseits der Grenze

    In Bayern und Baden-Württemberg gelten unterschiedliche Regeln. Anders als in Bayern wird im Südwesten die stundenweise Vermietung eines Skilifts an Familien erlaubt. Im oberbayerischen Böbing im Landkreis Weilheim-Schongau ist dagegen vor wenigen Tagen bereits ein Liftbetreiber mit der stundenweisen Liftvermietung gescheitert. Das Gesundheitsministerium hatte mit Verweis auf die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung dem Betreiber ein Verbot erteilt.

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