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Bayern, Spitzingsee: Rodler und Wanderer sind am 26.12.2020 im Skigebiet Spitzingsee unterwegs. (Archibild)

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    Trotz Lockdown: Erneut Andrang in Ausflugsgebieten

    Schnee und zugefrorene Seen ziehen die Menschen in Bayern nach draußen. Die Folge: lange Staus und überfüllte Parkplätze. Im Landkreis Miesbach sorgte ein "Anti-Münchner-Schild" für Diskussionen.

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    Von
    • Simon Emmerlich
    • Martin Breitkopf
    • Christine Kerler
    • Lasse Berger

    Wandern, Rodeln oder Skifahren: Trotz Ausgangsbeschränkung zieht es viele Menschen in die Naherholungsgebiete. An einigen Orten kam es am ersten Wochenende des neuen Jahres erneut zu Überfüllungen. Der Ansturm sei enorm, sagte der Bürgermeister von Schliersee, Franz Schnitzenbaumer (CSU). Hunderte Schlittenfahrer tummelten sich selbst auf kleinen Hügeln. Auf Skipisten waren Tourengeher unterwegs. Im Großraum München lebten drei Millionen Menschen, die alle nicht in den Urlaub fahren dürften. Das sei nun in Bayern zu spüren, so Schnitzenbaumer.

    Miesbach: Schild gegen Münchner

    Einige Kilometer weiter nördlich im ebenfalls verkehrsgeplagten Miesbach wird es manchen Einheimischen offenbar zu viel. Am Ortseingang stellten Unbekannte ein selbst gebasteltes Schild auf. Neben einem Münchner Kennzeichen lautet die eindeutige Botschaft: "Wir wollen Euch nicht". Die Miesbacher Polizei hat das Schild abmontiert. Wer es aufgestellt hat, ist unklar - die Polizei ermittelt. Das Schild sorgte für heftige Diskussionen in sozialen Medien.

    Überfüllte Parkplätze am Spitzingsee

    Im Spitzingsee-Gebiet waren die Parkplätze teilweise überfüllt. "Es ist genauso voll, wie wenn Skibetrieb wäre", sagte Peter Lorenz, der Geschäftsführer der Alpenbahnen Spitzingsee. Viele nutzten die Eisfläche des zugefrorenen Spitzingsees zum Langlaufen oder Schlittschuhlaufen.

    Skitourengeher auf gesperrter Kandahar

    Reger Ausflugsverkehr herrschte auch rund um Garmisch-Partenkirchen. Jedoch kam es zu keinen größeren Beanstandungen von Seiten der Polizei. Auch die Bergwacht hatte keine größeren Einsätze zu verzeichnen. Lediglich einige unvernünftige Skitourengeher machten auf der Kandahar im Skigebiet Garmisch-Classic auf sich aufmerksam. Ein Pistenraupen-Fahrer hatte ein Video im Internet gepostet, das zahlreiche Tourengeher auf der eigentlich gesperrten Kandahar-Skipiste zeigt.

    Ebenfalls beliebt: Fichtelgebirge und Frankenwald

    Das vergleichsweise schlechte Wetter am Wochenende und der Schneefall in den Mittelgebirgen führten zu einer gewissen Entspannung in den bayerischen Alpen. Viele Ausflügler entschlossen sich zu einer Fahrt etwa ins Fichtelgebirge oder in den Frankenwald. Es seien aber keine Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen geahndet worden, teilte ein Sprecher der Polizei Bayreuth Land dem BR mit. Viele Familien seien derzeit zum Spazieren und Rodeln auf dem Ochsenkopf und umliegenden gesperrten Skipisten unterwegs. Die Parkplätze seien dementsprechend voll. Dennoch würden alle die Abstandsregeln einhalten, so der Sprecher weiter. Die Polizei kontrolliert die betroffenen Bereiche im Fichtelgebirge derzeit verstärkt.

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