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Trotz Kritik: Miltenberg verkauft FFP2-Masken im Drive-in | BR24

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Ab Montag braucht jeder, der einkaufen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren will, dafür eine FFP2-Maske. Die Stadt Miltenberg wird daher am Wochenende günstige FFP2-Masken über einen Drive-in-Schalter verkaufen - trotz Kritik im Vorfeld.

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Trotz Kritik: Miltenberg verkauft FFP2-Masken im Drive-in

Ab Montag braucht jeder, der einkaufen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren will, dafür eine FFP2-Maske. Die Stadt Miltenberg wird daher am Wochenende günstige FFP2-Masken über einen Drive-in-Schalter verkaufen – trotz Kritik im Vorfeld.

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Von
  • Frank Breitenstein
  • Julia Dechet

Einen Drive-in-Schalter kennt man sonst eher von Fastfood-Ketten oder neuerdings auch für Corona-Tests. Die Stadt Miltenberg richtet auf dem Parkplatz am Zwillingsbogen nun auch einen Drive-in ein. Hier bekommen Autofahrer aber keine Burger überreicht oder Teststäbchen in den Mund gesteckt. Stattdessen können die Miltenberger hier günstige FFP2-Masken kaufen.

Kritik aus der Region am günstigen Maskenverkauf

Diese Aktion hatte der Miltenberger Bürgermeister Bernd Kahlert (CSU) bereits am Mittwoch angekündigt. Wie er selbst sagt, habe er für diese geplante Aktion aber nicht nur Zuspruch bekommen. Kahlert wurde von Bürgermeistern aus benachbarten Gemeinden kritisiert. Ihm wurde vorgeworfen, dass die Stadt Miltenberg durch den Verkauf von FFP2-Masken Gewinne erwirtschaften wolle. Diese Kritik wies er im BR-Interview vehement zurück. Ihm gehe es lediglich um den Schutz seiner Mitbürger.

Weitergabe der FFP2-Masken zum Selbstkostenpreis

Bürgermeister Kahlert hat sich nach eigenen Angaben frühzeitig um einen Vorrat an FFP2-Masken bemüht. Zunächst seien diese für die Mitarbeiter im Rathaus bereitgestellt worden. Er habe sich außerdem bei einem örtlichen Unternehmen um ausreichend Vorrat für die Miltenberger Bevölkerung gekümmert. Die Masken werden am Wochenende zum Selbstkostenpreis verkauft, eine Maske kostet einen Euro. Von Bereicherung könne daher keine Rede sein, so der Bürgermeister.

Den Verkauf stemmen Mitarbeiter von städtischen Betrieben, die zur Zeit geschlossen sind, wie etwa Erzieher des Kindergartens oder Bauhofleute, die ohnehin im Dienst sind. Daher entstünden auch hier keine zusätzlichen Kosten.

Verkauf der Masken nur für Miltenberger

Das Angebot gilt ausschließlich für Einwohner der Stadt Miltenberg samt Stadtteilen. "Eine Ausgabe an auswärtige Bürger ist für die Stadt Miltenberg aus rechtlichen Gründen nicht möglich", heißt es aus dem Rathaus. Abgeholt werden dürfen die günstigen FFP2-Masken nur mit dem Auto. Aussteigen soll möglichst niemand. So soll das Ansteckungsrisiko auch bei hoher Nachfrage so gering wie möglich gehalten werden. Fußgänger oder Radfahrer können aus infektionsschutzrechtlichen Gründen keine Masken im Drive-in kaufen.

© BR/ Carol Lupu

Ab Montag braucht jeder, der einkaufen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren will, dafür eine FFP2-Maske. Die Stadt Miltenberg wird daher am Wochenende günstige FFP2-Masken über einen Drive-in-Schalter verkaufen – trotz Kritik im Vorfeld.

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