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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Kira Hofmann

Wildvögel dürfen trotz Schnee und Kälte nicht gefüttert werden. Darauf weist Falkner Ferdinand Baer vom Landesbund für Vogelschutz Regenstauf hin. Die Tiere fänden auch im Winter ausreichend Nahrung.

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Trotz Kälte: Füttern von Wildvögeln wegen Vogelgrippe verboten

Wildvögel dürfen trotz Schnee und Kälte nicht gefüttert werden. Mit diesem Verbot soll die Ausbreitung der Vogelgrippe verhindert werden. Vogelschützer geben aber Entwarnung: Die Tiere fänden auch im Winter ausreichend Nahrung.

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Von
  • Anne-Lena Schug
  • BR24 Redaktion

Auch im Winter ist es verboten Wildvögel zu füttern. Trotz Schnee, Eis und Kälte finden die Tiere auch im Winter ausreichend Nahrung. Darauf weist Falkner Ferdinand Baer vom Landesbund für Vogelschutz Regenstauf hin.

Füttern wegen Vogelgrippe verboten

In vielen Landkreisen, wie Regensburg oder Amberg-Sulzbach, sei es wegen der Vogelgrippe verboten, Wildtiere wie Gänse, Schwäne oder Möwen, zu füttern. In den Landkreisen Passau und Rottal-Inn, hatte es im November Vogelgrippe-Fälle gegeben. Von dem Fütter-Verbot ausgenommen sind Singvögel. Bei ihnen habe es eine Übertragung der Vogelgrippeviren bisher kaum gegeben. Vogelhäuschen im Garten und das Aufhängen von Meisenknödeln sind deshalb weiterhin erlaubt.

Ansammlungen der Vögel sollen vermieden werden

Verteilen Menschen an einer bestimmten Stellen Futter, etwa an einem See, besteht laut Ferdinand Baer die Gefahr, dass sich dort viele Wasservögel ansammeln und sich gegenseitig mit der Vogelgrippe anstecken. Außerdem sei das Füttern auch nicht notwendig, denn solange offenes Wasser da ist, fänden Wasservögel auch Futter, so Baer. Grundsätzlich kämen gesunde Vögel, die derzeit hier leben, gut mit der aktuellen Kälte zurecht. Die Vogelgrippe ist zwar für den Menschen nicht gefährlich, für Vögel kann sie jedoch tödlich sein. Ein Gesetz, das bundesweit verbietet, Wasservögel zu füttern, gibt es nicht. Stattdessen wird die Entscheidung, ob ein Fütterungsverbot erteilt wird oder nicht, den Gemeinden überlassen.

Einfrieren der Vögel auf Eisflächen kaum möglich

Ein Einfrieren der Vögel auf Eisflächen ist bei gesunden Tieren übrigens kaum möglich. "Die haben eigene Schutzmechanismen. Die merken, wenn Eis kommt. Die suchen dann andere Bereiche auf. Sie gehen jetzt schon an die Fließgewässer, wo sich eine Eisfläche nicht so schnell bildet", so Baer. Vögel hätten eine bestimmte Technik, die Füße auf Null Grad abzukühlen, sodass diese nicht festfrieren können, weil kein Schmelzwasser außenherum entsteht. Sollte tatsächlich einmal ein Vogel festfrieren, was in Ausnahmefällen passieren kann, dann handle es sich um einen Vogel, der bereits krank ist oder eine Verletzung hat, so Baer.

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