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Trotz Corona: Tourismus-Branche optimistisch für den Winter | BR24

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Trotz Coronavirus erwarten Liftbesitzer, Hoteliers und Gaststättenbetreiber eine erfolgreiche Wintersaison in Bayern. Wenn es nach Plan läuft, sollen in Garmisch und im Allgäu die ersten Lifte am 12. Dezember laufen.

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Trotz Corona: Tourismus-Branche optimistisch für den Winter

Trotz Coronavirus erwarten Liftbesitzer, Hoteliers und Gaststättenbetreiber eine erfolgreiche Wintersaison in Bayern. Wenn es nach Plan läuft, sollen in Garmisch und im Allgäu die ersten Lifte am 12. Dezember laufen.

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Für die Tourismus-Branche in Deutschland wird der kommende Winter eine Herausforderung. Urlaube werden wegen Corona derzeit sehr kurzfristig gebucht. Die bayerische Branche ist trotz des wirtschaftlich schwachen Sommers allerdings noch optimistisch.

Bayern statt Tirol

Weil das Auswärtige Amt Tirol zum Risiko-Gebiet erklärt hat, entscheiden sich nun immer mehr Deutsche für einen Winterurlaub in Bayern. Pascal Woerlé leitet ein Hotel am Oberjoch im Allgäu. Bei ihm stehen die Telefone nicht mehr still.

"Viele kommen nun zu uns, die sonst immer zum Skifahren nach Österreich gefahren sind. Traurig für Tirol - aber gut für uns." Pascal Woerlé, Hotelbetreiber Oberjoch

Seine Beobachtungen: Trotz Corona haben die Menschen Lust auf Winterurlaub und Wellness. Ihre Reiselust sei größer als ihre Angst. Bayernweit erwarten Hoteliers, Gastronomen, Liftbetreiber und Skischulen eine erfolgreiche Wintersaison.

Wintersport setzt auf Abstand

Frische Luft und Abstand: Das alles ist auf der Skipiste gegeben, sagen Bayerns Liftbetreiber. "Vorausgesetzt, die Skifahrer halten auch vor der Abfahrt die Hygieneregeln ein", erklärt Michael Reidlinger von den Allgäuer Bergbahnen Hindelang-Oberjoch. Denn sonst drohe auch beim Skifahren selbst die Maskenpflicht, sagt Reidlinger:

"Maskenpflicht ist im Prinzip in der Ansteh-Zone vor der Kasse, bei den Drehkreuzen und in den Sesseln." Michael Reidlinger, Allgäuer Bergbahnen Hindelang-Oberjoch

Weil eine Mund-Nase-Maske unter dem Skihelm drücken könnte, empfiehlt der Lift-Betreiber einen Schlauchschal, der schnell hochgezogen werden könne.

Online-Reservierungen erleichtern Abstand

Menschenmengen verhindern, so lautet in diesem Jahr das Motto der bayerischen Tourismus-Branche. Generell versuchen Hoteliers, Gastwirte, Bahnbetreiber und Skischulen, über Reservierungen den Besucherstrom besser zu lenken. Das gilt einerseits für Restaurantbesuche, aber auch für Liftkarten.

Wer Online-Tickets kauft, vermeidet Kontakte an der Kasse, notfalls können zusätzliche Parkflächen schon vorab geöffnet werden.

Breitere Loipen in Reit im Winkl

Für mehr Abstand zwischen den Gästen sorgt man auch im oberbayerischen Reit im Winkl: Langlauf-Loipen werden in der Breite verdoppelt. Auch sind an Straßen-Übergängen größere Aufenthaltsbereiche geplant. Eng werden könnte es mittags in der Hütte. Deshalb empfehlen Wirte ein antizyklisches Verhalten: früh auf die Piste, früh Pause machen.

Bereits bewährte Hygiene-Konzepte vom Sommer

Der Vorteil für die kommende Saison: Die bereits im Sommer etablierten Hygiene-Konzepte greifen auch im Winter, etwa portioniertes Frühstück statt Gedränge am Buffet. Das Personal sei mittlerweile gut eingespielt, weiß Florian Weindl vom Tourismus-Verband Reit im Winkl.

Das Ziel: Die Gäste sollen sich möglichst sicher fühlen. Deswegen sind alle Großveranstaltungen abgesagt, nach derzeitigem Stand werden auch keine Tanzabende erlaubt sein.

Après-Ski-Angebote werden nur eingeschränkt stattfinden oder auch gar nicht. Letztlich kommen aber die Winter-Touristen hauptsächlich nach Bayern, um sich an der frischen Luft zu bewegen - und das ist auf jeden Fall möglich.

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