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Der Jugendtreff Akku in München

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    München öffnet wieder Kinder- und Jugendtreffs

    Trotz der staatlichen Corona-Verordnung erlaubt die Stadt München Kinder- und Jugendtreffs die Öffnung. Nach der Kontroverse um die Maskenpflicht für Grundschüler stellt sich die Landeshauptstadt damit erneut gegen die Corona-Regeln des Freistaats.

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    Von
    • Birgit Grundner

    Die fast 170 Kinder- und Jugendtreffs in München dürfen wieder öffnen. Das hat die Stadt entschieden, die sich damit - wie schon bei der Maskenpflicht für Grundschulkinder - erneut gegen eine Regelung der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung stellt.

    Laut der neuesten Beschlusslage vom vergangenen Montag müssten außerschulische Bildungsangebote - und dazu wird auch die Jugendarbeit gezählt - erst einmal geschlossen bleiben. Im städtischen Sozialreferat vertritt man jedoch den Standpunkt, dass Kinder- und Jugendtreffs als Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe zu betrachten sind - und somit offen bleiben können.

    Konfliktprävention sei aktuell besonders wichtig

    Die Arbeit der Jugendzentren "ist zur Konfliktprävention und als wichtige niederschwellige Anlaufstelle in Notsituationen gerade in diesen schwierigen Zeiten von hoher Bedeutung", betont Sozialreferentin Dorothee Schiwy.

    Den Jugendlichen werde unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln eine sinnvolle und pädagogisch betreute Freizeitgestaltung ermöglicht. Auch könnten Kontakte - anders als bei Treffpunkten im öffentlichen Raum - nachverfolgt werden, so Schiwy weiter.

    Kreisjugendring will Jugendzentren schnell wieder öffnen

    Der Kreisjugendring (KJR) München-Stadt zum Beispiel hat daraufhin bereits angekündigt, seine 50 erst am Mittwoch geschlossenen Freizeitstätten "so schnell wie möglich" wieder für den Präsenzbetrieb zu öffnen. Die Schließung hätte man auch weder jungen Menschen noch deren Eltern schlüssig erklären können, sagt die KJR-Vorsitzende Judith Greil. Zumal der Schulbetrieb unverändert weitergehe: "Das hätte bedeutet: Vormittags dürften Schülerinnen und Schüler zu dreißigst in Klassenzimmern sitzen, am Nachmittag aber trotz Abstand und Maske nicht mal zu zweit am Kicker stehen."

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